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Pforzheim: Hilfsorganisationen lehnen gespendeten Baby-NAW ab

Yesterday, 11:25pm - by Nachrichten - 1 Comment

Ein Streit um ein von der Steiger-Stiftung gespendetes Fahrzeug erhitzt derzeit die Gemüter in der Goldstadt Pforzheim (Baden-Württemberg).
Ein Baby-NAW, den die Steiger-Stiftung dem Klinikum Pforzheim spenden möchte, wird vom DRK-Kreisverband Pforzheim und dem ASB abgelehnt. Das DRK plant indes einen eigenen Baby-NAW, dessen Indienststellung derzeit aber noch nicht absehbar ist.
Das neu und nach modernsten Erkenntnissen entwickelte Fahrzeug der Steiger-Stiftung, für das die Stiftung zudem sämtliche Betriebskosten übernehmen würde, könnte sofort zum Einsatz kommen, müsste jedoch mit Personal einer Hilfsorganisation, welche in den Rettungsdienst der Stadt integriert ist, besetzt werden. Das Fahrzeug im Steiger-Design würde auch mit den entsprechenden Logos beklebt werden. Dies wird aber von beiden Hilfsorganisationen abgelehnt, weshalb ein bereits geschlossener Vertrag zwischen Klinikum und der Steiger-Stiftung von Seiten der Klinik wieder zurückgezogen werden musste. Dort bedauert man diesen Schritt, zu dem man sich angesichts einer fehlenden, einvernehmlichen Lösung gezwungen sah. "Wegen Schwierigkeiten in der Umsetzung sind wir gezwungen, dem Modell Priorität einzuräumen, das am ehesten eine Realisierung gewährleistet", so Bernd Zimmermann, Geschäftsführer des Klinikums Pforzheim. "Wir haben den Vertrag mit der Steiger-Stiftung rückgängig gemacht, um rechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen und nicht, weil wir vom Steiger-Modell nicht überzeugt gewesen wären." Es sei schade, dass der gute Zweck zwischen verschiedenen Mühlen zerrieben werde, sagte Zimmermann der Pforzheimer Zeitung.

Das DRK wirft der Steiger-Stiftung vor, gegen das Landesrettungsdienstgesetz zu verstoßen. Laut Gesetz seien DRK und ASB für den Rettungsdienst in Pforzheim zuständig, nicht die Steiger-Stiftung. Die Stiftung entgegnet, dass nach dieser Logik auch alle anderen Baby-NAW im Land - beispielsweise das von der Stiftung eingesetzte und vom DRK besetzte Fahrzeug in Stuttgart - gesetzeswidrig seien. Auch eine Klausel im Vertrag wird kritisiert. Diese sieht vor, dass für das Fahrzeug gesammelte Spendengelder zur Hälfte dem Klinikum und zur Hälfte einem anderen Baby-NAW-Projekt zugute kommen, sollten nicht innerhalb von 30 Monaten 200.000 Euro an Spendengeldern zusammenkommen - der Preis für den Steiger-Baby-NAW. Diesem Vorwurf wiederum entgegnet die Stiftung, dass bereits 60.000 Euro Spendengelder gesammelt wurden und an allen 14 Baby-NAW-Standorten innerhalb längestens vierzehn Monaten das Geld zusammengekommen sei.


Quellen und ausführlicher Text:
http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/P…_pageid,17.html
http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/P…_pageid,17.html

Bildserie Rettungsdienst

Yesterday, 2:26pm - by Benutzername - 6 Comments

Österreich: Einführung des NEF-Systems in Rohrbach sorgt nicht für Begeisterung

Wednesday, September 1st 2010, 10:10am - by Daniel Grein - 11 Comments

"Schlussendlich ist uns nichts anderes übrig geblieben als uns der modernen Meinung zu stellen" - die Worte von Rohrbachs Bürgermeister Josef Hauer klingen, als hätte man mit der Einführung des NEF-Systems den Sprung in die Neuzeit vollzogen.
Seit heute fahren in Rohrbach die Notärzte mit einem NEF zu Einsätzen, statt wie bislang mit einem NAW. Glücklich ist man über diesen Umstand keinesfalls. Bemängelt wird beispielsweise die fehlende Möglichkeit, Patienten im Fahrzeug behandeln zu können. Auch fehlt dem Notarzt nun ein zweiter Notfallsanitäter zur Unterstützung, da auf dem NEF lediglich ein Notfallsanitäter als Fahrer eingesetzt wird. Dafür wurden nun die Notärzte geschult, "etwas mehr anzupacken". "Wir haben uns gewehrt, aber es hat nichts genützt. Wir haben uns aber bemüht aus dem NEF ein funktionierendes System zu machen", so der leitende Notarzt Wilhelm Winkler.
Die fehlende Transportmöglichkeit soll teilweise durch einen "Interhospitaltransporter" kompensiert werden, der Verlegungsfahrten aus dem Rohrbacher Krankenhaus in Linzer Spezialkliniken durchführen könnte. "Pferdefuß" sei allerdings die Tatsache, dass Transporte dennoch durch das NEF begleitet werden müssten.

In den vergangenen Wochen wurden 800 Rettungssanitäter auf das Fahrzeug geschult, um den fehlenden Notfallsanitäter zu kompensieren. "Diese können mehr zupacken und wurden mit neuen Kompetenzen ausgestattet", so Bezirksstellenleiterin Wilbirg Mitterlehner. Zu den Einsätzen des NEF werden die in Österreich vielerorts anzutreffenden Rettungswagen des Typs VW T5 Hochdach disponiert. Hauptgrund für die Umstellung auf das NEF-System sind die Kosten: während ein NAW mit 167.000 Euro zu Buche schlägt, kostet ein NEF lediglich 109.000 Euro. Durch den Wegfall eines Notfallsanitäters können zudem vier Planstellen auf die Dienststellen umverteilt werden.

Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreic…el/art69,452743

Frau stirbt im Kamin

Wednesday, September 1st 2010, 10:03am - by Schmunzel - 3 Comments

Frankfurt: Organisatorische Trennung von Notfallrettung und Krankentransport soll aufgehoben werden

Sunday, August 29th 2010, 9:21pm - by Nachrichten - 5 Comments

Die Stadt Frankfurt (Hessen) möchte Krankentransporte künftig wieder in Eigenregie übernehmen, die bisherige organisatorische Trennung von Notfallrettung und Krankentransport soll aufgehoben werden. Private Krankentransport-Anbieter sollen künftig über ein Vergabeverfahren bestimmt und dann ins Transportsystem integriert werden. "Die organisatorische Trennung hat sich nicht bewährt", sagt der stellvertretender Leiter der Branddirektion, Thomas Jackel.
Während die Stadt einen Sicherstellungsauftrag auch für Krankentransporte habe, gebe es Zweifel an der Zuverlässigkeit einzelner Anbieter. So komme es immer wieder vor, dass nachts und an den Wochenenden die privaten Anbieter keinen Krankentransporter zur Verfügung stellten könnten. Dann müsse die Einsatzzentrale der Branddirektion Rettungswagen für Krankentransporte zweckentfremden.

Die beiden privaten Krankentransportanbieter der Stadt, die Medizinische Fahrdienst- & Servicegesellschaft (MFS) sowie die Commoditas Krankentransport und Hilfsdienst GmbH (COM), sehen sich durch die Pläne in ihrer Existenz bedroht. Auch das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter sind im Krankentransport der Stadt eingebunden, haben aber keine Einwände gegen die organisatorische Einheit von Notfallrettung und Krankentransport. Insgesamt stehen 55 Fahrzeuge für den Krankentransport zur Verfügung.

MFS-Geschäftsführer Michael Görbing kündigte für den Fall, dass es zur Einheit kommen sollte, juristische Schritte an. Das Unternehmen COM befindet sich bereits heute mit der Stadt im Rechtsstreit, allerdings aus anderen Gründen.


Quelle: http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/str…8117706.de.html