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Stolperpanne bei tödlichem Moto2-Unfall geht durch die Presse

Tuesday, September 7th 2010, 3:54pm - by Daniel Grein - 1 Comment

Nachdem am Wochenende der 19-jährige, japanische Motorradstar Shoya Tomizawa beim Grand Prix von San Marino schwer verunglückte, geht nun die Stolperpanne eines an der Rettung beteiligten Sanitäters durch die Presse. Der schwer verletzte Tomizawa wurden mithilfe einer Schaufeltrage von der Strecke gebracht, dabei stolperte einer der Sanitäter, weshalb Tomizawa, der unter anderem einen Schädelbruch erlitten hatte, mit der Schaufeltrage auf dem Boden aufschlug.
Nachdem der 19-Jährige noch an der Strecke reanimiert werden musste, verstarb er kurz darauf an seinen schweren Verletzungen in einem Krankenhaus.

Quellen & Fotos:
http://www.blick.ch/sport/motogp/sanitae…a-fallen-156006
http://www.noows.de/unfall-tod-von-shoya…transport-21583




Vorbereitungen der Frankfurter Krankenhäuser auf einen CBRN-Fall

Tuesday, September 7th 2010, 10:02am - by raphael-wiesbaden - 4 Comments

Hallo zusammen!

Gestern war - wie alle zwei Monate - eine abendliche FoBi in der Uniklinik Frankfurt für den Rettungsdienst.
Das Thema war diesmal - entgegen der ursprünglichen Ausschreibung:
EINSATZTAKTISCHE VORBEREITUNGEN DER KRANKENHÄUSER BEI KONTANIMIERTEN PATIENTEN.

Der Chemiestandort Frankfurt und die zahlreichen Verkehrswege mit Gefahrguttansporten ist auch ohne jedes Bedenken eines terroristischen Anschlags grundsätzlich gefordert, sich hier Gedanken zu machen.
Die FW - dies ist nämlich der Irrglauben vieler Kliniken - wird nämlich nicht vor der Krankenhauspforte einen Behandlungsplatz aufbauen und dort eintreffende Patienten abduschen.
Die FW ist im eigentlichen Schadenszenario bereits im Einsatz und damit unabkömmlich.

Anhand des Anschlags mit dem Giftstoff 'SARIN' in der U-Bahn vonTokio vor vielen Jahren informierte der Referent über die hohe Anzahl von vergifteten Einsatzkräften des Rettungsdienstes und der Kliniken.
Dies lag daran, daß viele Patienten (wie in Frankfurt bereits mehrfach geübt) nach einem MANV nicht mit dem RD, sondern sich zu Fuß/per Taxi als 'Selbsteinweiser' in die Kliniken begeben.
Die hohe Schadenquote bei den RD-MA lag daran, daß die Patienten versorgt und transportiert wurden, ihre Garderobe aber anbehielten
Der Grundsatz des kompletten Entkleidens solcher Patienten wurde damals nicht beachtet.
Erster Grundsatz eines KH wäre demnach das komplette Verschliessen ALLER Zugänge, um eine Kontanimierung zu verhindern.
Zweitens ist der Aufbau und Betrieb einer De-Kontanimierungsstelle notwendig; entweder in der ohnehin meist vorhandenen Fahrzeughalle für den RD oder an einer anderen Stelle.
Die Stadt Frankfurt stellt hierzu Schutzausrüstungen für die KlinikmitarbeiterInnen zur Verfügung.
Die Klinik trägt die Personalkosten für die notwendige Schulung ihrer MitarbeiterInnen; der Lehrgang selbst ist kostenfrei.
Ebenso müssen mehrfache Duschgelegenheiten installiert werden, Schutzvorhänge und div. Materialcontainer für Ersatzkleidung etc.
Die Schutzkleidung für die Einsatzkräfte ist jedem geläufig, der schon einmal einen US-Katastrophenfilm gesehen hat.
Herkömmliche Schutzkleidung, wie er bspw. bei Krankentransporten mit Infektionspatienten getragen wird, bietet keinen Schutz gegen chem. Einflüsse!
In den städt. Krankenhäusern ist die Umsetzung dieses Konzepts 'einfach' per Order möglich; bei Häusern mit anderer Trägerschaft ist ein Umdenken erforderlich.
Dieses Umdenken wird bspw. damit gefördert, daß dem Verwaltungsleiter eines leicht unwilligen Krankenhauses klar gemacht wird, daß sein Haus bei einer erfolgten Kontanimation für zwei bis drei Tage komplett geschlossen werden kann.
Dies würde konkret einen leicht berechenbaren Einnahmeverlust und einen nicht berechenbaren Imageschaden bedeuten..
Ergebnis: ein AHA-Erlebnis; alle werden mitmachen.

Umgesetzt (lt. dem Referent vorbildhaft) hat das Konzept bspw. das Bethanien-Krankenhaus in Ffm.
Der gut gemachte Vortrag wurde abgerundet durch das probeweise Anlegen eines Schutzanzuges durch zwei hierin noch nicht geschulte Teilnehmer der Veranstaltung.
Damit konnte dem Publikum auch verdeutlicht werden, daß trotz Schutzanzug genügend 'Feingefühl' für Arbeiten wie Pulstasten oder Braunüle legen vorhanden ist.

Ergänzend zum Thema wurde mitgeteilt, daß die sechszehn Frankfurter Kliniken mit tgl. Kontakt zum RD ab dem nächsten Jahr ebenfalls im zweimonatigen Rhythmus gesonderte Veranstaltungen für den RD anbieten wollen.
Offensichtlich hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, daß der RD nicht nur ein Störenfried des klin. Alltags sein kann, sondern ein Kundenlieferant.
Ein zufriedener Kunde wird - wie im richtigen Leben auch - die Wahl über die Klinik bei einem kommenden Wahleingriff womöglich davon abhängig machen, wie sein Eindruck bei der Notfalleinlieferung war.

Käthe, nee, Edith:
Fehler in der Überschrift korrigiert

Pforzheim: Hilfsorganisationen lehnen gespendeten Baby-NAW ab

Monday, September 6th 2010, 11:25pm - by Nachrichten - 6 Comments

Ein Streit um ein von der Steiger-Stiftung gespendetes Fahrzeug erhitzt derzeit die Gemüter in der Goldstadt Pforzheim (Baden-Württemberg).
Ein Baby-NAW, den die Steiger-Stiftung dem Klinikum Pforzheim spenden möchte, wird vom DRK-Kreisverband Pforzheim und dem ASB abgelehnt. Das DRK plant indes einen eigenen Baby-NAW, dessen Indienststellung derzeit aber noch nicht absehbar ist.
Das neu und nach modernsten Erkenntnissen entwickelte Fahrzeug der Steiger-Stiftung, für das die Stiftung zudem sämtliche Betriebskosten übernehmen würde, könnte sofort zum Einsatz kommen, müsste jedoch mit Personal einer Hilfsorganisation, welche in den Rettungsdienst der Stadt integriert ist, besetzt werden. Das Fahrzeug im Steiger-Design würde auch mit den entsprechenden Logos beklebt werden. Dies wird aber von beiden Hilfsorganisationen abgelehnt, weshalb ein bereits geschlossener Vertrag zwischen Klinikum und der Steiger-Stiftung von Seiten der Klinik wieder zurückgezogen werden musste. Dort bedauert man diesen Schritt, zu dem man sich angesichts einer fehlenden, einvernehmlichen Lösung gezwungen sah. "Wegen Schwierigkeiten in der Umsetzung sind wir gezwungen, dem Modell Priorität einzuräumen, das am ehesten eine Realisierung gewährleistet", so Bernd Zimmermann, Geschäftsführer des Klinikums Pforzheim. "Wir haben den Vertrag mit der Steiger-Stiftung rückgängig gemacht, um rechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen und nicht, weil wir vom Steiger-Modell nicht überzeugt gewesen wären." Es sei schade, dass der gute Zweck zwischen verschiedenen Mühlen zerrieben werde, sagte Zimmermann der Pforzheimer Zeitung.

Das DRK wirft der Steiger-Stiftung vor, gegen das Landesrettungsdienstgesetz zu verstoßen. Laut Gesetz seien DRK und ASB für den Rettungsdienst in Pforzheim zuständig, nicht die Steiger-Stiftung. Die Stiftung entgegnet, dass nach dieser Logik auch alle anderen Baby-NAW im Land - beispielsweise das von der Stiftung eingesetzte und vom DRK besetzte Fahrzeug in Stuttgart - gesetzeswidrig seien. Auch eine Klausel im Vertrag wird kritisiert. Diese sieht vor, dass für das Fahrzeug gesammelte Spendengelder zur Hälfte dem Klinikum und zur Hälfte einem anderen Baby-NAW-Projekt zugute kommen, sollten nicht innerhalb von 30 Monaten 200.000 Euro an Spendengeldern zusammenkommen - der Preis für den Steiger-Baby-NAW. Diesem Vorwurf wiederum entgegnet die Stiftung, dass bereits 60.000 Euro Spendengelder gesammelt wurden und an allen 14 Baby-NAW-Standorten innerhalb längestens vierzehn Monaten das Geld zusammengekommen sei.


Quellen und ausführlicher Text:
http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/P…_pageid,17.html
http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/P…_pageid,17.html

Bildserie Rettungsdienst

Monday, September 6th 2010, 2:26pm - by Benutzername - 14 Comments

Österreich: Einführung des NEF-Systems in Rohrbach sorgt nicht für Begeisterung

Wednesday, September 1st 2010, 10:10am - by Daniel Grein - 11 Comments

"Schlussendlich ist uns nichts anderes übrig geblieben als uns der modernen Meinung zu stellen" - die Worte von Rohrbachs Bürgermeister Josef Hauer klingen, als hätte man mit der Einführung des NEF-Systems den Sprung in die Neuzeit vollzogen.
Seit heute fahren in Rohrbach die Notärzte mit einem NEF zu Einsätzen, statt wie bislang mit einem NAW. Glücklich ist man über diesen Umstand keinesfalls. Bemängelt wird beispielsweise die fehlende Möglichkeit, Patienten im Fahrzeug behandeln zu können. Auch fehlt dem Notarzt nun ein zweiter Notfallsanitäter zur Unterstützung, da auf dem NEF lediglich ein Notfallsanitäter als Fahrer eingesetzt wird. Dafür wurden nun die Notärzte geschult, "etwas mehr anzupacken". "Wir haben uns gewehrt, aber es hat nichts genützt. Wir haben uns aber bemüht aus dem NEF ein funktionierendes System zu machen", so der leitende Notarzt Wilhelm Winkler.
Die fehlende Transportmöglichkeit soll teilweise durch einen "Interhospitaltransporter" kompensiert werden, der Verlegungsfahrten aus dem Rohrbacher Krankenhaus in Linzer Spezialkliniken durchführen könnte. "Pferdefuß" sei allerdings die Tatsache, dass Transporte dennoch durch das NEF begleitet werden müssten.

In den vergangenen Wochen wurden 800 Rettungssanitäter auf das Fahrzeug geschult, um den fehlenden Notfallsanitäter zu kompensieren. "Diese können mehr zupacken und wurden mit neuen Kompetenzen ausgestattet", so Bezirksstellenleiterin Wilbirg Mitterlehner. Zu den Einsätzen des NEF werden die in Österreich vielerorts anzutreffenden Rettungswagen des Typs VW T5 Hochdach disponiert. Hauptgrund für die Umstellung auf das NEF-System sind die Kosten: während ein NAW mit 167.000 Euro zu Buche schlägt, kostet ein NEF lediglich 109.000 Euro. Durch den Wegfall eines Notfallsanitäters können zudem vier Planstellen auf die Dienststellen umverteilt werden.

Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreic…el/art69,452743