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raphael-wiesbaden

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1

09.01.2018, 16:33

RS-Qualifikation des DRK, unterstützt durch die Arbeitsagentur

https://www.volksstimme.de/lokal/burg/re…icht-vom-himmel

Das DRK in Magdeburg hat -wie ziemlich jeder dt. Rettungsdienst- Personalprobleme.
Deswegen wurden Rettungssanitäter gesucht bzw. Menschen, die in der Lage sind, einen dreimonatigen Lehrgang zur entsprechenden Qualifikation abzulegen.
In Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur wurden 33 Personen für den Lehrgang gefunden.
Zehn begannen den Lehrgang, der auch eine entsprechende Führerscheinausbildung beinhaltete.
Davon konten fünf (!) TN als RS beginnen; wein weiterer TN folgt nach.
Also: Sechs von 33, dies sind gut 20%!

Meine Sclussfolgerungen: entweder sind diese Menschen aus Magdeburg einfach strubbeldumm oder liegen ziemlich bequem in der sozialen Hängematte.

Bevor das Geschimpfe losgeht: ich bin Frührentner, lebe also "vom Staat“
Einmal in meinem Leben musste mir sogar der örtliche Sozialhilfeleistungsträger aushelfen, weil eine Bundesbehörde in bester Ärmelschonerarbeit verwaltete statt zu bearbeiten.
Demgegenüber stehen über dreissig Beitragsjahre, in denen eine Vollzeitarbeit im Schichtdienst zu allen möglichen (Un)Zeiten einfach normal war.
raphael-wiesbaden

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(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

SeraNRÜ

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2

09.01.2018, 16:46

Ich frage mich, woran es lag, dass so wenige zum einen für die Quali gefunden wurden und warum nur so wenige bestanden haben.

LG
"Frauen, die geboren haben und Hebammen, die Geburten begleiten, sind diejenigen, die uns am meisten über Geburt zu sagen haben.
Gleichzeitig sind sie aber auch diejenigen, die am wenigsten gehört werden."
Oja Ploil, Soziologin (1991)
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DaniRA

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3

09.01.2018, 17:01

Hi!
Weil die, die im sozialen Netz hängen,für den Job einfach nicht (mehr) geeignet sind? Und auf dem restlichen Arbeitsmarkt warscheinlich auch nicht.
Grüße Dani
Wenn man tot ist, ist das für einen selbst nicht schlimm, weil man ja tot ist. Schlimm ist es aber für die anderen...
Genau so ist es übrigens wenn man doof ist...

Johannes D.

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4

09.01.2018, 17:06

Wenn man ehrlich ist, sind die meisten sozialen bzw. medizinischen Berufe eben tatsächlich nicht für jeden geeignet. Und das ist keine rein intellektuelle Fragestellung.
Land zwischen den Meeren,
vor dem sich sogar die Bäume verneigen,
du bist der wahre Grund,
warum Kompassnadeln nach Norden zeigen!

Monkeyface

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5

09.01.2018, 18:53

Ich habe jetzt schon mehrfach von Freunden gehört, dass man selbst für völlig ungelernte Tätigkeiten, die außer halbwegs pünktlichem Aufstehen nichts erfordern, keine Mitarbeiter findet. Teils wohl mit der Begründung, dass man mit Hartz IV plus ein bisschen was schwarz ein Niveau erreicht, wofür man sonst richtig schuften müsste.

Johannes D.

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6

09.01.2018, 22:41

Ja, nunja, gibt es sicherlich. Ich denke aber, dass es eine große Anzahl tatsächlich berechtigter Leistungsbezieher gibt und die, die es missbräuchlich nutzen, eher die Ausnahme sind. Diese Diskussion führt aber natürlich zu nichts, da es fast unmöglich ist dies mit Fakten zu belegen. Aber ich denke, dass gerade durch Hartz IV ausreichend Sicherungsmechanismen etabliert sind, um dies im Rahmen zu halten. Und im Zweifel wäre mir persönlich unsere soziale Sicherheit sogar einen gewisses Missbrauchspotential wert.

Zurück zum RS: wir betonen so oft, dass es für unseren Beruf Empathie braucht. Es ist sicherlich vorteilhaft, wenn man keinen allzu großen Ekel vor Körperflüssigkeiten aller Art hat. Eine gewisse Stressresistenz ist unabdingbar. Für die Stelle als Rettungssanitäter gibt es durch die Fahrtätigkeit von Fahrzeugen über 3,5t erhebliche gesundheitliche Auflagen. Schichtdienst ist allgemein belastend und sicher nicht für jeden zu machen. In gewissen Grenzen sollte man schwimmfähig und höhenfest sein. Eine zumindest minimale sportliche Belastbarkeit muss auch gegeben sein. Und ich ganz persönlich glaube sogar, dass jeder, der ohne intrinsische Motivation an einen medizinischen Job herangeht, da falsch ist...
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raphael-wiesbaden

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7

09.01.2018, 23:09

Bei allen Punkten stimme ich Dir zu.

Das hat aber bis heute keine Regierung daran gehindert, alle paar Jahre eine neue Randgruppe in den Bereich der (Alten)Pflege zu bewegen, man könnte auch sagen sie dort hineinzupressen.

In den 50-er-Jahren sollten Frauen aus Korea den damals schon existierenden Pflegekräftemangel kompensieren.
DRK, JUH und MHD haben jahrzehntelang Schwesternhelferinnen als Billigstkräfte produziert; die offizielle Ausrede lautete "Zivilschutz" und "Kalter Krieg".

Dann kamen die geburtenstarken Jahrgänge in die Berufsausbildung und die Situation entspannte sich ein wenig.
Öffentliche, private und auch kirchliche AG im Gesundheitswesen haben (grösstenteil heute noch) Reformen verhindert, weil dies ja Geld kostet.
Diese Reformen (bessere Bezahlung, Teilzeitarbeit, betriebliche KITA, Übernahme von Weiterbildungen und vieles mehr) sind in der Industrie Standard.
Komischerweise scheint dies mehr Geld einzubringen wie es kostet - anders kann ich mir die Exportüberschüsse oder auch die sehr gute Auftragslage im Handwerk nicht erklären.
Dort hat man grösstenteils erkannt, daß Qualifaktion nicht vom Baum fällt sondern erworden wird.

Zeitgleich hat man darauf vertraut, daß der Zivildienst wohl bis zum Tag des jüngsten Gerichts existieren wird.

Unter Bundeskanzler Kohl wurden zigtausende "studierte" Melker und Traktoristen ins Land geholt und als ideale Pflegekräfte bezeichnet...

Ab 1990 hat man zuhauf Jugendliche aus der ehem. DRR für das stationäre Gesundheitswesen beworben.
Deren Zukunft in der alten Heimat war ja nicht mehr vorhanden bzw. völlig ungesichert.

Jetzt träumen die gleichen verantwortlichen Ämter und Ministerialbehörden, daß doch die Flüchtlinge sich so gut in das Erwerbsleben als Pflegekräfte eingliedern lassen...

Ja, nicht jeder arbeitslose Mensch hat die körperlichen, sozialen in verstandesmässigen Voraussetzungen für den RD.
Ja, es gibt Menschen die tatsächlich durch ihre spezielle familiäre Situation dem Arbeitsmarkt nicht zugeführt werden können.

Ich bin ja ein ziemlich altmodischer Mensch.
Aus diesem Grund beharre ich auch weiter darauf, daß zur Existenzsicherung eine gute Berufsausbildung plus Weiterbildung gehört.
Wer sich diesem Prinzip verweigert bzw. Maßnahmen aussitzt...

Im Rettungsdienstbereich käme dann noch die jahrzehntelange Halsstarrigkeit hinzu; Stichwort: RD ist ja Ehrenamt.
Das letzte i-Tüpfelchen ist dann dieses völlige Erstaunen, daß es ganz plötzlich (vmtl. vom Himmel herunter gefallen) diese dreijährige Ausbildung gibt.
raphael-wiesbaden

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(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

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olleHoop

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09.01.2018, 23:14

In meinem RS-Kurs war auch eine Frau Mitte 40, die vom Amt geschickt wurde.
Sie hat die Ausbildung kurz vor Ende des theoretischen Teils abgebrochen, weil sie nach den Bildern und Themen in der Ausbildung dermaßene Angst vor den Praktika hatte.
Man hätte ihr gesagt, es ginge nur darum, alte Menschen zum Arzt zu fahren.

Da ist mir das erste Mal bewußt geworden, dass der Beruf wirklich nicht für jeden etwas ist und schon eine innere Bereitschaft dafür vorhanden sein muss.

Munin

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10.01.2018, 06:54

2003 hatte ich 7 oder 8 vom Amt finanzierte Mitschüler in meinem RA-Kurs sitzen. Keiner kam über die ersten sechs Monate. Die Gründe für das vorzeitige Beenden sind mit mittlerweile entfallen.
Grüsse

M

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M1k3

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10.01.2018, 09:39

Es gibt eine Schule, die Teil einer Kette ist, in Berlin, die sich auf Personen vom Amt spezialisiert hat.

Früher viele RettAss durchgeschleust, nun nur noch RettSan, wenn ich richtig informiert bin. Und Pflegehilfs-Lehrgänge.


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Under pressure, you don't rise to the occasion. You sink to your level of training.

Smiley1234

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10.01.2018, 11:41

Ich könnte mir auch vorstellen das manche Teilnehmer die Wahl hatten zwischen Teilnahme oder Leistungskürzung. Somit ist die Motivation eh schon einmal sehr gering.

Clara Vicula

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10.01.2018, 14:03

Sechs von 33, dies sind gut 20%!

echt?
ceterum censeo lopodunum esse delendum.

Hauke

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13

10.01.2018, 14:29

Sechs von 33, dies sind gut 20%!

echt?


Mh?
“When I was a boy and I would see scary things in the news, my mother would say to me, "Look for the helpers. You will always find people who are helping.”

• Fred Rogers

Sweetwater

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14

10.01.2018, 18:19

Vielleicht will Sie darauf hinaus, dass es nur 18,18% sind? :scratch_one-s_head:

securo

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15

10.01.2018, 18:37

Man hätte ihr gesagt, es ginge nur darum, alte Menschen zum Arzt zu fahren.


Eine etwas oberflächliche Beschreibung vom Arbeitsamt, aber trotzdem nicht falsch.

Grundsätzlich aber verwundert mich gelegentlich das Wissen der Arbeitsvermittlung über die staatlich geregelten Berufe.
Feed the prairie dogs, play with the rattlesnakes, let your kids ride the buffalos, drive fast and pass on curves.
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raphael-wiesbaden

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10.01.2018, 18:59

Grundsätzlich aber verwundert mich gelegentlich das Wissen der Arbeitsvermittlung über die staatlich geregelten Berufe.

War, ist und bleibt so.
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10.01.2018, 23:28

Zitat

Und im Zweifel wäre mir persönlich unsere soziale Sicherheit sogar einen gewisses Missbrauchspotential wert.

Auf jeden Fall.

Zitat

Für die Stelle als Rettungssanitäter [...] erhebliche gesundheitliche Auflagen [...] allgemein belastend und sicher nicht für jeden zu machen [...] schwimmfähig und höhenfest [...] minimale sportliche Belastbarkeit[...]

Naja... man kann den "Anspruch" an den Minimaldürfschein auch sehr blumig formulieren. ;)


Zitat

Und ich ganz persönlich glaube sogar, dass jeder, der ohne intrinsische Motivation an einen medizinischen Job herangeht, da falsch ist...

Sehe ich auch so.

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15.01.2018, 18:56

Hatten nicht die meisten von uns im Sanikurs Leute sitzen, bei denen man spätestens nach zwei Wochen wusste, dass die dort nicht richtig sind? Leute, die entweder vom Amt geschickt wurden und überhaupt keine Lust auf den (oder überhaupt einen) Beruf haben, so unmotiviert und/oder unklug waren, dass sie nicht mal die Zwischenprüfung ausreichend bestehen, oder Leute, die einfach nicht im Schichtdienst arbeiten können (nachtblind, 4fache Mama von Kleinkindern, alleinerziehender Vater, nur drei Beispiele aus meinem damaligen Kurs), andere, die spätestens im Praktikum feststellen, dass es psychisch oder physisch für sie nicht machbar ist (was ich völlig in Ordnung finde).
Von den etwa 40 Leuten aus meinem Kurs sind etwa 15 im Rettungsdienst gelandet, davon haben sicherlich 5 später studiert, keine viel bessere Quote als in dem Bericht.
"Alle Menschen müssen sterben", meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV.
Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich
Boileau sofort: "Fast alle Menschen, Sire, fast alle!"

Maverick83

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15.01.2018, 21:03

Wir waren 23 Zivis im RH Kurs. Bei uns hat es einer nicht geschafft. 22 wurden Zivis im Rettungsdienst/Krankentransport. In der Abschlusswoche waren wir 13, davon haben 10 auf anhieb und 2 in der Nachprüfung bestanden.

Von daher muss ich sagen das ich es tatsächlich nicht kenne, dass viele Durchfallen oder sich viele ungeeignet im Kurs befinden. ?


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Weltreisender

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15.01.2018, 23:20

Wir waren 23 Zivis im RH Kurs. Bei uns hat es einer nicht geschafft. 22 wurden Zivis im Rettungsdienst/Krankentransport. In der Abschlusswoche waren wir 13, davon haben 10 auf anhieb und 2 in der Nachprüfung bestanden.

Von daher muss ich sagen das ich es tatsächlich nicht kenne, dass viele Durchfallen oder sich viele ungeeignet im Kurs befinden. ?


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Ich glaube hier muss man differenzieren zw. Vom Amt in den Kurs geschickt under quasi-zwang und einem Zivi-Kurs für Stellen, auf die man sich auch davon noch selbst beworben hat-sprich eine gewisse innere Motivation hat für diese Tätigkeit.
Dazu kam ja auch oft bei den Zivil, das die neuen Zivil zum Teil schon vorher in den Jugendgruppen der HiOrgs tätig waren-so kannte ich es auf jeden Fall sehr häufig.
...mit Legenden ist das so eine Sache...
...manche sind wahr... 8)