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Matthias Wenzel

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21

20.09.2016, 08:18

Ist in der Schweiz nicht anders.... Ich kenne Dienstanweisungen. "Alles immer und Haus" so langsam weicht es auf. Vor allem bei Schlaganfall, STEMI und Polytrauma.
Ich bin dann immer so verfahren: "Patientenwunsch" war da das Zauberwort


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Ich habe einen ganz einfachen Geschmack - ich bin stets mit dem Besten zufrieden.
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Mitchell

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22

20.09.2016, 14:08

Also nach meiner Erfahrung werden die Werte schon erhoben, jedoch schlicht und ergreifend nicht dokumentiert. Hier werden die NA-Einsätze (RTW auch) per iPad dokumentiert und da kenn ich genug Kollegen die ein Minimum an Datensatz abgeben. Das Protokoll mault nur bedingt wenn Werte fehlen...
Hab den Bericht vorher kurz überflogen bzw. mir von Kollegen Teile zitieren lassen. Eine Feststellung war, dass an einem Standort bei jedem Patienten neben der Leitdiagnose auch die Diagnose Alkoholintox eingetragen wurde.
In unserem Protokoll werden z.B. der Hautzustand abgefragt, es gibt aber nur pathologische Auswahlmöglichkeiten oder den Befund "nicht dokumentiert".

"Viel Verbesserungspotential" würde ich vor allem auf die Art der Dokumentation beziehen.

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condorp4

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23

20.09.2016, 14:43

Das mit dem Alkoholintox war nicht nur ein Standort, sondern sehr viele, die alle das gleiche Dokumentationssystem nutzen. Da gab es einen Fehler im Program, der dazu führte, das bei jedem einzelnen Datensatz der Code für dn Intoxikation an die SQR gemeldet wurde, wobei das meines Wissens die Daten aus 2015 noch nicht betroffen hat., sondern nur die vom 1HJ 2016.

Aber allgemein muss man sagen, dass es nicht unerhebliche Probleme mit der (bzw. einer bestimmten) Dokumentationssoftware gibt, angefangen von Plausikontrollen über die die Mustererkennung bis hin zu Verknüpfungen.
Die Software erkennt z.B. GCS-Werte von 19 und 0 problemlos und ohne zu meckern, und meldet diese dann auch an die SQR. Oder das Thema Hautzustand: da gibt es keinen Normalbefund zum dokumentieren.
Ein anderes Problem sind die Messwerte: wenn man einen RR oder SpO2 oder eine etCO2 in die entsprechenden Felder eingetragen hat, heißt das noch lange nicht, dass das dann als gemessen an die SQR gemeldet wird. Dafür muss man nämlich auf der zweiten Seite noch einen weiteren Haken setzen, was gerne vergessen wird....
"We are the Pilgrims, master; we shall go
Always a little further: it may be
Beyond that last blue mountain barred with snow,
Across that angry or that glimmering sea,

White on a throne or guarded in a cave
There lives a prophet who can understand
Why men were born: but surely we are brave,
Who take the Golden Road to Samarkand."

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24

20.09.2016, 14:46

Den Bericht an sich kann man übrigens hier runterladen:

http://www.sqrbw.de/docs/QB_2015.pdf
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25

20.09.2016, 14:59

Abneigung gegen Bürokratie, fehlendes Verständnis für die doppelte Bedeutung der Dokumentation, Vergessen der "weniger wichtigen" (weil unauffälligen) Werte bei der nachträglichen Erstellung der Dokumentation auf dem Transport.


Manchmal fehlt einem auch schlicht die Zeit. Ich habe Protokolle auch schon erst nach der Übergabe im Schockraum fertig gestellt, weil ich mich vorher nicht teilen konnte.
Das ist meiner Meinung nach auch in Ordnung, wenn eine Dokumentation nicht zeitgleich erfolgt.
Das Problem im Notarztdienst ist leider nur, dass Folgeeinsätze auf die Dokumentation keine Rücksicht nehmen... :-/

Wünschenswert meiner Meinung nach:

- simultaner Datenübertragung sämtlicher Messwerte durch entsprechende Endgeräte in ein digitales Protokoll.
- EDV mit entsprechender Spracherkennung, d.h. dass man Befunde auch diktieren kann.

Diese Tablets und Co. sind toll. Nur das getippe ohne Tastatur ist maximal nervig, wenn man einen Text dokumentieren möchte. Da würde ich mir eine suffiziente Spracherkennung wünschen.

Im Übrigen bin ich persönlich auch ein großer Freund der Dokumentation in Textform, statt in Kästchenform (wie auf den meisten Notarztprotokollen...), da man Sachverhalte in dieser Art meist besser und individueller beschreiben kann.
"Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind." Albert Camus

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