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News Anchorman

  • »Nachrichten« ist der Autor dieses Themas

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1

04.02.2015, 09:54

Baden-Württemberg: Keine Mitwirkung von Feuerwehren im Regelrettungsdienst geplant

Mit der Antwort auf eine kleine Anfrage entkräftet das Innenministerium Baden-Württemberg die Befürchtung bei den etablierten Hilfsorganisationen, die Feuerwehren im Land könnten künftig im Regelrettungsdienst mitwirken. Lediglich im Bereich der First-Responder-Gruppen soll im neuen Rettungsdienstgesetz eine rechtliche Grundlage auch für die Mitwirkung von Feuerwehren geschaffen werden. Deren vorhandene First-Responder-Gruppen agieren bisher außerhalb des Rettungsdienst- und Feuerwehrgesetzes.
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true_Phoenix

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2

04.02.2015, 10:24

Interessante Stellungnahme. Vor allem finde ich, dass sich Herr Gall da in einem Punkt selbst widerspricht. Da sagt er noch klar im ersten Absatz zu 2,3,4 und 5, dass notwendige "Verbesserungs- beziehungsweise Nachsteuerungsnotwendigkeiten im Rettungsdienst" "nicht auf Kosten und zu Lasten Ehrenamtlicher kompensiert werden" dürften, im dritten Absatz dann aber möchte er Helfer-vor-Ort-Einheiten stärker in den Rettungsdienst einbinden. Ich finde ein löbliches Ziel, da endlich eine gewisse Rechtssicherheit zu schaffen, aber für mich klingt das sehr wohl danach, als würde man sich in Zukunft noch mehr darauf verlassen, dass HvOs unbezahlt die Vorarbeit leisten sollen und eben nicht die Strukturschwäche des eigentlichen Regelrettungsdienstes angegangen wird. Bezüglich der möglichen Einbindung der Feuerwehren wurde der Standpunkt aber klar formuliert.

Andrechen

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3

04.02.2015, 11:49

Das HvO System mag in größeren Orten klappen, i.d.R brauche ich diese aber ehr in ländlichen kleinen Regionen und dort wird die Tagesalarmstärke nicht gut sein. Das gleiche gilt für HiOrgs und Ffw.

GuyFawkes

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4

04.02.2015, 11:51

Na ja, dummerweise braucht man das HvO System aber eher im dünnbesiedelten, oder?
The reason I talk to myself is because I’m the only one whose answers I accept. George Carlin

Andrechen

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5

04.02.2015, 11:56

Vielleicht nimmt man aber auch Geld in die Hand und schafft weitere RD Standorte, die vll. nicht voll Ausgelastet sind. :ironie:

M1k3

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6

04.02.2015, 12:19

Ich bin pro HvO. Aber nur, wenn die Hilfsfrist davon unberührt bleibt. So liest es sich für mich auch.


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Under pressure, you don't rise to the occasion. You sink to your level of training.

GuyFawkes

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7

04.02.2015, 13:03

Ich hätte auch nix dagegen, wenn es sozusagen zwei Hilfsfristen geben würde.
Eine die für die medizinische Hilfe als Qualitätsmerkmal dient und eine für die organisatorische Planung/Vorhaltung.
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Johannes D.

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8

04.02.2015, 13:33

Wenn BW die Hilfsfrist für die Organisation Planung nutzen würde, wie andere Bundesländer das tun, dann gäbe es das Problem gar nicht erst. Ich befürchte aber auch, dass man es durch die HVOs eher verschlimmert als verbessert. Und nebenbei in der Professionalisierung des RDs zwölf Schritte zurück geht, in dem man es ehrenamtlichen Alarmeinheiten überträgt, das auszubügeln, was man durch mangelnde Vorhaltung verhunzt hat. Und weil man ja eine Rückfallebene hat, kann man dann noch viel mehr Schindluder treiben.

Generell finde ich es schade, dass man nicht die BFen in die Notfallrettung holen will. Das hätte den mafiös erscheinenden Strukturen mancher HiOrgs einen schweren Schlag versetzt, wenn auf einmal eine Behörde Ordnung in die Sache bringt. Und obendrein bezahlen die ihr Personal häufig besser.
Land zwischen den Meeren,
vor dem sich sogar die Bäume verneigen,
du bist der wahre Grund,
warum Kompassnadeln nach Norden zeigen!

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Mathias Duschl

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04.02.2015, 14:52

mangelnde Vorhaltung
Das Problem ist weniger die Vorhaltung, als das richtige Nutzen der Ressourcen. Ich sage nach wie vor, dass es in BaWü eigentlich ausreichend Ressourcen in der Notfallrettung gibt. In diesem Zusammenhang sei noch einmal erwähnt, dass seit Jahren (Jahrzehnten) immer die selben Unternehmen für die Erstellung von Gutachten herangezogen wurden. Dies hat immer dazu geführt, dass die Hilfsfristen nicht eingehalten wurden. Vielleicht sollte man hier neue Ansätze einfliessen lassen, wenn man wirklich nachhaltig positivere Ergebnisse erzielen möchte.


Generell finde ich es schade, dass man nicht die BFen in die Notfallrettung holen will. Das hätte den mafiös erscheinenden Strukturen mancher HiOrgs einen schweren Schlag versetzt, wenn auf einmal eine Behörde Ordnung in die Sache bringt. Und obendrein bezahlen die ihr Personal häufig besser.
Dann hat man neben der "Cosa Nostra" noch die "Ndrangehta" im Ländle. Die Farbe der Autos mag sich ändern, aber nicht die Methoden und Ergebnisse (siehe NRW).

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Matthias Wenzel (04.02.2015)

Taubenzüchter

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10

04.02.2015, 19:09

Wie sagt ein Kollege immer:

Was ist der Unterschied zwischen dem DRK und der Mafia?

Die Mafia hat zumindest noch einen Ehrencodex.

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Mo (04.02.2015)

Alrik

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11

04.02.2015, 20:59

Das HvO System mag in größeren Orten klappen, i.d.R brauche ich diese aber ehr in ländlichen kleinen Regionen und dort wird die Tagesalarmstärke nicht gut sein. Das gleiche gilt für HiOrgs und Ffw.
Die Vermutung hätte ich grundsätzlich auch, aber es gibt durchaus zahlreiche Gegenbeispiele.
Was ist, wenn das Ende nichts als ein böser Anfang ist...?