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alan

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14.03.2018, 22:33

Woran das wohl liegen mag, liebe Krankenkassen?
Vielleicht weil der trivalente Impfstoff der gegen den hauptsächlich grassierenden Stamm ausreichend, wirtschaftlich und zweckdienlich aber eben unwirksam ist?



Naja, nicht ganz. Der Einsatz eines trivalenten Impfstoffes ist in den zurückliegenden Jahren auch Empfehlung des RKI gewesen und wurde erst im letzten Jahr - quasi mitten in der "Grippesaison" zugunsten eines quadrivalenten Impfstoffes geändert.

Die bisherigen Bewertung des RKI sieht selbst den trivalenten Impfstoff - trotz erheblich höherem "B"-Anteil und "fehlendem" Yamagata-Stamm - als nicht völlig unwirksam an:

"Das Forscherteam um Skowronski vermutet deshalb eine Kreuzprotektivität der Impfstoff- komponente der Influenza B/Victoria-Linie gegen Influen- za B-Viren aus der Yamagata-Linie. Die genetische Analyse des NRZ für Influenza zeigt, dass die zirkulierenden Viren gut zu den im aktuellen Impfstoff enthaltenen Komponen- ten passen, wobei der Impfstoffstamm gegen die dominant zirkulierenden Influenza B-Viren der Yamagata-Linie (B/ Phuket/3073/2013) nur im quadrivalenten Impfstoff ent- halten ist. Allerdings weisen die vorläufigen Schätzwerte der Impfeffektivität für Deutschland auch auf eine gewis- se Schutzwirkung des trivalenten Impfstoffs gegen die zirkulierenden Influenza B-Viren der Yamagata-Linie hin. Aufgrund der geringen Zahlen von geimpften Personen in der Studienpopulation ist die Interpretation der Ergebnisse eingeschränkt. Mit dem Fortschreiten der Influenzasaison werden genauere Schätzungen möglich."
(Quelle: RKI 03/2018)
Gruss,
Alan

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Jörg Holzmann (14.03.2018), thh (17.03.2018)

Monkeyface

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14.03.2018, 22:34

Komisch, laut unserer Hygiene reicht bei Grippe eine FFP 2 Maske. Aber wenn wie neulich ein RTW eine Patientin mit bestätigter Influenza ohne jeden Infektionsschutz bringt, wundert mich gar nichts mehr.

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Keine Ahnung wie der Preisunterschied ist, aber ich fände es im Zweifel gar nicht so blöd sich einfach die höhere Schutzklasse ins Lager zu legen.

ihm-al

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15.03.2018, 12:46

Komisch, laut unserer Hygiene reicht bei Grippe eine FFP 2 Maske. Aber wenn wie neulich ein RTW eine Patientin mit bestätigter Influenza ohne jeden Infektionsschutz bringt, wundert mich gar nichts mehr.

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Keine Ahnung wie der Preisunterschied ist, aber ich fände es im Zweifel gar nicht so blöd sich einfach die höhere Schutzklasse ins Lager zu legen.


Keine Ahnung wie hoch der Preisunterschied ist, aber ich fände es im Zweifel gar nicht so blöd einfach zu jeden Patienten einen NAW/RTH hinzuschicken.
Will sagen: taktisch vielleicht nicht doof, betriebswirtschaftlich schon eher.

Was dann schon eher ein Argument wäre: der geneigte Krankenwagenfahrer hat im Zweifel nicht die Kompetenz, sich für die richtige Schutzklasse zu entscheiden, also stellt man ihm nur eine zur Verfügung und die sollte dann eine höhere Klasse haben.
Alle sagten: "Das geht nicht!". Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht.

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bodo#3 (15.03.2018)

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15.03.2018, 17:56

Keine Ahnung wie hoch der Preisunterschied ist, aber ich fände es im Zweifel gar nicht so blöd einfach zu jeden Patienten einen NAW/RTH hinzuschicken.
Will sagen: taktisch vielleicht nicht doof, betriebswirtschaftlich schon eher.


Wenn du 1000 von den Dingern kaufst und nicht weißt, ob du sie nächste Woche noch brauchst, dann macht es ja Sinn die im Tagesgeschäft auch für Tuberkulose oder im Katastrophenfall für was auch immer dann aktuell ist nutzen zu können.

bodo#3

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25

15.03.2018, 18:00

Katastrophenfall

Grippe-Saison :unknown:

Monkeyface

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15.03.2018, 18:24

Kann ja auch mal was richtiges kommen..

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15.03.2018, 20:37

Hm.. Also laut unserer universitären Infektiologie reicht ein einfacher OP-Mundschutz. Nur auf Schutzbrillen bzgl Tröpfcheninfektion bei Intubation, Absaugen, etc wird hingewiesen..
.
Bei den vielen verschiedenen Aussagen hätte ich echt gerne mal "DIE" korrekte Aussage.. Ist ja schließlich nicht ganz unrelevant wenn ich mir die x Influenzapatienten mit ECMO hier auf Station so anschaue.. Selbst wenn man selbst geimpft ist..
Und man zb eine schwangere Partnerin hat die sich nicht 4fach impfen lassen kann...

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15.03.2018, 20:58

Ich bin auch in einer Uniklinik tätig. Und unsere universitäre Infektiologie trifft die Aussage, dass bei Influenza der Patient eine einfache OP Maske tragen soll, das Personal FFP 2.

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VK-Retter

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15.03.2018, 21:17

Hm.. Vllt sollten die mal miteinander reden.. Ich glaube ich starte mal eine offizielle Anfrage, mir erscheint das alles irgendwie nicht koscher..

Dorsk

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15.03.2018, 22:24

Zitat

Ich bin auch in einer Uniklinik tätig. Und unsere universitäre Infektiologie trifft die Aussage, dass bei Influenza der Patient eine einfache OP Maske tragen soll, das Personal FFP 2.

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So handhabe ich das auch.

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0-85-1

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20.03.2018, 07:25

... ich traue Fachpersonal, was sich mit genau diesen Masken vor deutlich schlimmeren Erkrankungen als der Grippe schützen soll, zu, sie richtig herum aufzusetzen.

Ich nicht, dazu habe ich in den Jahren in der Richtung zu viel Unfug gesehen ...

Ich bin jetzt seit einigen Jahren in einem Bereich der chemischen Industrie mit Atemschutz-FIT-Testing (qualitative und quantitative Tests) unterwegs.
Die Ergebnisse .... einfach nur grauslig.

Die Masken werden einfach nach Gutdünken aufgesetzt ... Anleitung beachten? Wofür?
Es werden auch Masken verkehrt herum aufgesetzt ... nur blöd, das dies noch nicht einmal den unmittelbaren Vorgesetzten auffällt.
Bei im Schnitt 20% der Mitarbeitenden passen die verwendeten Masken nicht zur Gesichtsform, Dichtigkeit Fehlanzeige,
bei 10% passt gar keine der angebotenen Masken ... Klasse z.B. beim Umgang mit CMR-Stoffen.

Glaubst du ernsthaft, dass dies bei euch und in anderen Rettungsdienstbereichen anders ist?

Woher kommt denn nach Einsätzen im Zusammenhang mit Noro und Co die doch deutliche Anzahl (teils bis zu 40%!) von Eigenerkrankungen des eingesetzten Rettungspersonals?
Mit Sicherheit nicht durch die Einhaltung der einschlägigen Hygienebestimmungen ...

Ich glaube ich starte mal eine offizielle Anfrage, mir erscheint das alles irgendwie nicht koscher..

Was genau erscheint dir nicht "koscher"?

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M1k3 (21.03.2018)

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20.03.2018, 20:38

Woher kommt denn nach Einsätzen im Zusammenhang mit Noro und Co die doch deutliche Anzahl (teils bis zu 40%!) von Eigenerkrankungen des eingesetzten Rettungspersonals?
Mit Sicherheit nicht durch die Einhaltung der einschlägigen Hygienebestimmungen ...


Woher kommt diese Zahl?
Mir kommt die etwas hoch vor, wenn ich sehe, wie viele Infektionstransporte im KTW-Bereich gefahren werden.

dens

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20.03.2018, 20:51

Woher diese Zahl kommt würde mich auch interessieren...

Was ich allerdings bestätigen kann ist die zum Teil mangelhafte Abwicklung von Infektionstransporten, seien es jetzt Aspekte wie die richtige Benutzung der PSA (insb. FFP-Maske und Mundnasenschutze) oder das Vermeiden von Keimverschleppung (das selbe Paar Handschuhe für den gesamten Transport ohne Wechseln, unnötiges Anfassen von Griffen, etc.). Aufgrund meiner Gefahrgutausbildung (Dekon V) wurde ich da mal berechtigerweise sehr darauf gedrillt und versuche das auch weiterzugeben (insbesondere die einfachen Tricks wie zwei Lagen Handschuhe, Bedienung eigtl nicht kontaminierter Fläche (Griffe, Knöpfe, etc) durch nur eine Person mit sauberen Handschuhe, Trennung und Denkmuster von weissen, grauen und schwarzen Bereichen).

Auch ich muss zugeben, dass ich derzeit vorsichtiger bin, was zum Beispiel heisst, dass neben der übliche Grundhygiene jeder Patient der nur einmal hustet einen Mundschutz aufbekommt, solche Patienten öfters offensiv zum Händedesinfizieren aufgefordert werden und ich auch die FFP-Maske die ich immer in der Hosentasche habe öfters nutze.

0-85-1

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21.03.2018, 06:51

Woher kommt diese Zahl?

Interne Statistiken / Meldungen, die auch den "erweiterten Rettungsdienst" beinhalten. Bedauerlicherweise finden nach Einsätzen dieser Art kaum derartige Erfassungen (oder gar ein Biomonitoring) statt.

Rettungshund

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21.03.2018, 22:08

Interne Statistiken / Meldungen, die auch den "erweiterten Rettungsdienst" beinhalten.


Interne Statistiken von wem?
Ich weiß ja nicht, woher die Zahlen sein sollen, aber ich finde diese viel zu hoch! Wenn dem so wäre, dürften in manchen Wochen keine Kollegen mehr auf den Fahrzeugen, sondern nur in den Toiletten zu finden sein...

Alrik

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21.03.2018, 22:11

Ich hab keine Zahlen, aber ich hab im Bekanntenkreis einige Leute, die sich wahlweise im RD oder Arzt in Krankenhaus oder Praxis schon den Noro mit nach Hause genommen haben. So ganz selten scheint das also nicht zu sein.
Was ist, wenn das Ende nichts als ein böser Anfang ist...?

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21.03.2018, 22:19

Natürlich kommt das vor und ich hab das auch selbst schon geschafft, aber 40% halte ich für deutlich überzogen!
Gerade wenn man in den Desinfektionsnachweisen einer Woche sieht, wie oft V.a. Norovirus o.ä. gefahren wurde.

0-85-1

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22.03.2018, 07:28

Interne Statistiken / Meldungen, die auch den "erweiterten Rettungsdienst" beinhalten.
Interne Statistiken von wem? Ich weiß ja nicht, woher die Zahlen sein sollen, aber ich finde diese viel zu hoch!

Glaubst du ernsthaft, dass ich hier diese internen Quellen offen lege?
Im Levve nit (und auch nicht danach ...)!

Wenn von 26 eingesetzen (HA- und EA-) Kräften (Noro bei Zeltlager) binnen Stunden bzw am nächsten Tag elf Beteiligte über Probleme klagen, ist die Wahrscheinlichkeit des Zusammenhangs mit dem Einsatz durchaus gegeben.
Bedauerlich, das derartige Vorkommnisse nicht systematisch (bei den RD-Trägern) erfasst werden.
Aus meiner Sicht ein Fehler, weil solche Vorfälle deutliche Mängel in der Schulung und der praktischen Durchführung von Hygienemaßnahmen aufzeigen.

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