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Jörg Holzmann

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17.12.2018, 07:09

SWR-Datenanalyse: Im Notfall sind hunderte Gemeinden unzureichend versorgt

Zitat

Wer im medizinischen Notfall den Notruf 112 wählt, rechnet mit schneller Hilfe vom Rettungsdienst. Die SWR-Datenanalyse zeigt: Bei zu vielen Einsätzen gelingt das nur unzureichend.

Innerhalb von 15 Minuten sollen Rettungswagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Notfall eintreffen. Aber auch 2017 hat das in tausenden Fällen nicht geklappt. Zu oft braucht der Rettungswagen zu lange zum Einsatzort. Nach SWR-Berechnungen sind in Rheinland-Pfalz 1.268 Gemeinden besonders betroffen. In Baden-Württemberg ist das regelmäßig in 762 Gemeinden der Fall. Immer wieder ist zwar der Notarzt schneller beim Patienten als der Rettungswagen – in Baden-Württemberg häufiger als in Rheinland-Pfalz. Aber bei zu vielen Einsätzen wird weder die gesetzliche Frist von 15 Minuten, noch die medizinisch wünschenswerte Eintreffzeit von zehn Minuten erreicht.


Quelle und ausführlicher Bericht: https://www.swr.de/swraktuell/Rettungsdi…lastet-100.html

San Holo

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17.12.2018, 14:46

Zitat

Ist Baden-Württemberg wegen der mangelhaften Ergebnisse bei den Hilfsfristen schlecht versorgt?

Innenminister Thomas Strobl (CDU) betont immer wieder, dass im Schnitt in sieben Minuten der Rettungsdienst beim Patienten ist, nach acht der Notarzt. Und im Schnitt ist der Patient auch in unter einer Stunde in einer Spezialklinik. Kein Bundesland halte die 15-Minuten-Frist so oft ein wie Baden-Württemberg.


Na also, das muss doch gleich noch in den anderen Thread...

Eddy

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17.12.2018, 15:14

Na prima, schon wieder letzter. Wie konnte das nur passieren, das war ja nicht abzusehen.... :ironie:

Witzig finde ich auch, dass das DRK in seinem Grundsatzpapier zur Zukunft des RD fordert, dass eine flächendeckende Einführung der „strukturierten Notrufabfrage“ erfolgen muss. Wer genau betreibt die Rettungsdienst-Leitstellen? Man könnte ja auch mal von sich aus etwas zur Verbesserung der Qualität machen. Andersrum macht man ja auch ohne nachzufragen.

Eddy

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olleHoop

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17.12.2018, 16:00

Also in Berlin ist nur eine einzige Gemeinde unterversorgt :acute:

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Harris NRÜ (17.12.2018)

98-83-1

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17.12.2018, 21:16

Na ja, bei einer durchschnittlichen Eintreffzeit von 10 bis 11 min ist man in Berlin jetzt nicht so schlecht, wenn man dem Jahresbericht 2017 glauben darf. Da ist man in manchen Bunesländern doch weiter weg. Die Zeit läuft in Berlin ab Annahme des Notrufs.
So Nummern wie 8 min ab Alarmierung (NRW) sind da auch nicht so viel besser.

condorp4

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18.12.2018, 06:33

Die Auswertung zeigt, wie nicht anders zu erwarten,, dass die Gemeinden, die Probleme mit der Hilfsfrist haben, eher kleiner Gemeinden abseits der Zentren sind, bzw. eher dünner besiedelte Bereiche sind.....
"We are the Pilgrims, master; we shall go
Always a little further: it may be
Beyond that last blue mountain barred with snow,
Across that angry or that glimmering sea,

White on a throne or guarded in a cave
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Maverick83

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18.12.2018, 07:16

Spannend ist, dass in der Region die ich kenne die roten Flecken durch neue Rettungsmittel seit Anfang 2018 eigentlich geschlossen sein müssten. Ich bin gespannt, welche Zahlen für 2018 rauskommen.

Andrechen

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18.12.2018, 13:44

Na ja, bei einer durchschnittlichen Eintreffzeit von 10 bis 11 min ist man in Berlin jetzt nicht so schlecht, wenn man dem Jahresbericht 2017 glauben darf. Da ist man in manchen Bunesländern doch weiter weg. Die Zeit läuft in Berlin ab Annahme des Notrufs.
So Nummern wie 8 min ab Alarmierung (NRW) sind da auch nicht so viel besser.

Das führt letztlich dazu, dass vermehrt Einsätze kommen, die absolut gar nix mehr für den RD sind, weil keine vernünftige Abfrage MDR stattfindet. In NRW gibt es eine große Leitstelle, die im Schnitt 20 Sek braucht. Mehr als Notruf Feuerwehr und Adresse wird dann aber auch nicht gesagt.

Eddy

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18.12.2018, 18:39

Die Auswertung zeigt, wie nicht anders zu erwarten,, dass die Gemeinden, die Probleme mit der Hilfsfrist haben, eher kleiner Gemeinden abseits der Zentren sind, bzw. eher dünner besiedelte Bereiche sind.....


Was für den letzten RD-Bereich in der Statistik eher nicht zutrifft......

Manne

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18.12.2018, 22:53

Die Auswertung zeigt, wie nicht anders zu erwarten,, dass die Gemeinden, die Probleme mit der Hilfsfrist haben, eher kleiner Gemeinden abseits der Zentren sind, bzw. eher dünner besiedelte Bereiche sind.....

Weil die Rettungsmittel die für diese Bereiche gedacht sind in die stärker besiedelten Gebiete abgezogen werden um dort gute Hilfsfristen zu generieren... :mocking:
"...Was Sie brauchen haben Sie und was Sie nicht haben brauchen Sie auch nicht.."

Joke

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19.12.2018, 11:21

Na ja, bei einer durchschnittlichen Eintreffzeit von 10 bis 11 min ist man in Berlin jetzt nicht so schlecht, wenn man dem Jahresbericht 2017 glauben darf. Da ist man in manchen Bunesländern doch weiter weg. Die Zeit läuft in Berlin ab Annahme des Notrufs.
So Nummern wie 8 min ab Alarmierung (NRW) sind da auch nicht so viel besser.


Wenn man für die Hälfte der Einsätze 4min59 zum Erreichen des Notfallortes braucht kann man den Rest in 15min01 abdecken. Das macht in Berlin eine tolle durchschnittliche Eintreffzeit; in Baden-Württemberg macht man sich damit zum Gespött.

Und nebenbei bemerkt: die durchschnittliche Eintreffzeit in Baden-Württemberg war 2016, wenn man dem Jahresbericht glauben darf, rund sieben Minuten für einen RTW und rund acht Minuten für den Notarzt.
Manchmal ist das Blatt zwischen den Zeilen auch einfach nur weiß.

Jörg Holzmann

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19.12.2018, 13:20

Der SWR hat unseren User Andreas Pitz zum Thema interviewt.
Das Interview fondet sich im Audiolink auf der SWR-Seite: *Link*

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