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raphael-wiesbaden

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1

25.11.2018, 13:37

Gewalt gegen Rettungsfachpersonal - zentrale Erfassung

Gewalt gegen Rettungsfachpersonal ist hier im Forum ja ein eigener Themenbereich.
In Hessen möchte das Innenministerium dazu eine zentrale Erfassung einrichten:

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/me…frn1siGDMXAXK-E
raphael-wiesbaden

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

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Harris NRÜ (25.11.2018)

Clara Vicula

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25.11.2018, 18:41

"Als der Sanitäter und sein Kollege versuchten, den Mann zu entwaffnen, weil auch Gäste des Schnellrestaurants gefährdet waren, bekam Jansen Pfefferspray in den Mund."


Man sollte trennen zwischen polizeilicher und nicht-polizeilicher Gefahrenabwehr und solche "Entwaffnungen" tunlichst unterlassen.
ceterum censeo lopodunum esse delendum.

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dens (25.11.2018)

Alrik

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25.11.2018, 22:05

Wollte ich eigentlich auch schreiben, hab es mir aber verkniffen, weil ich da eine Unschärfe im Bericht vermute. Die konkrete Situation kann sonstwie ausgesehen haben.
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securo

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26.11.2018, 06:40

Es muss ja nicht sein, dass das Team versucht hat, den Aggressor mit körperlicher Gewalt zu entwaffnen. Vielleicht würde es auch mit einem „Talk down“ probiert. Aufschlussreiche Details fehlen im Bericht.

olleHoop

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26.11.2018, 11:02

Einen Spacko der mir vors Auto springt zu verfolgen und dafür die Einsatzfahrt abbrechen ist ja nun aber weder desekalatives Verhalten, noch eine Glanzleistung.

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M1k3 (26.11.2018), dens (26.11.2018)

Alrik

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26.11.2018, 11:18

Das hätte ich mir auch verkniffen. Also die Verfolgung, nicht den Kommentar. :)
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Alrik

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02.03.2019, 22:46

Jetzt isses amtlich: unbeschadet einer Strafanzeige ist Gewalt (jeglicher Form) gegen Einsatzkräfte mündlich bei der Leitstelle zu melden, diese hat das dann dem Branfschutzaufsichtsdienst des Landes schriftlich zu übermitteln.

Benachrichtigung des Brandschutzaufsichtsdienstes des Landes Hessen bei Einsätzen - Anlage 3 (PDF / 69 KB)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Alrik« (02.03.2019, 22:55)


Hauke

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05.03.2019, 16:21

Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, inwieweit ein regelmäßiges Deeskalationstraining bei RfP (Nicht nicht nur RD, sondern auch ander HiOrg, FFW, BF, etc.) die Zahlen drücken wird.

Ich finde es deswegen interessant, weil ich in 11 Jahren durchaus schon hitzige Situationen hatte, das aber immer mit Worten in den Griff bekommen habe. Gleichzeitig bündeln sich die Einsätze, in den sich mit Patienten "geprügelt" wurde oder Personal angegriffen wurde auf einen recht bestimmten (kleinen) Kollegenkreis.
“When I was a boy and I would see scary things in the news, my mother would say to me, "Look for the helpers. You will always find people who are helping.”

• Fred Rogers

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bodo#3 (05.03.2019)

fakl

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05.03.2019, 17:22

Gleichzeitig bündeln sich die Einsätze, in den sich mit Patienten "geprügelt" wurde oder Personal angegriffen wurde auf einen recht bestimmten (kleinen) Kollegenkreis.

Ja und Nein...

Es kommt auch immer die Situation und die Arbeitsbelastung an. Gerade psychisch kranke Patienten kann man mit einer geeigneten Gesprächsführung "einfangen" und lenken. Das beweisen Psychotherapeuten jeden Tag.
Allerdings setzt es Grundkenntnisse und auch Zeit voraus.

Beides fehlt oftmals im Alltag. Dann können solche Situationen eskalieren.

Ich erinnere mich noch an einen Einsatz bei einem Patienten mit Schizophrenie, der seine Eltern umbringen wollte und bei ihnen vollkommen ausgerastet ist. Uns gegenüber war er vollkommen offen, weil wir bei ihm ein Fenster "geöffnet" haben. Er konnte uns von seinen Verschwörungstheorien erzählen. Wir waren die "Helfer" von außen und zum Glück nicht Teil der "Verschwörung".
Mit der falschen Gesprächstechnik hätte die Situation schnell fatal eskalieren können. Er war, wie sich im Nachhinein herausstellte, mit einem Dolch bewaffnet...

So eine Situation zu entschärfen braucht aber auch Zeit. Die ist oftmals in Kliniken nicht da. Dann eskaliert es oft...
"Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind." Albert Camus

Jörg Holzmann

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05.03.2019, 17:32

Gleichzeitig bündeln sich die Einsätze, in den sich mit Patienten "geprügelt" wurde oder Personal angegriffen wurde auf einen recht bestimmten (kleinen) Kollegenkreis.

Ja und Nein...

Es kommt auch immer die Situation und die Arbeitsbelastung an. Gerade psychisch kranke Patienten kann man mit einer geeigneten Gesprächsführung "einfangen" und lenken. Das beweisen Psychotherapeuten jeden Tag.
Allerdings setzt es Grundkenntnisse und auch Zeit voraus.

Beides fehlt oftmals im Alltag. Dann können solche Situationen eskalieren.

Ich erinnere mich noch an einen Einsatz bei einem Patienten mit Schizophrenie, der seine Eltern umbringen wollte und bei ihnen vollkommen ausgerastet ist. Uns gegenüber war er vollkommen offen, weil wir bei ihm ein Fenster "geöffnet" haben. Er konnte uns von seinen Verschwörungstheorien erzählen. Wir waren die "Helfer" von außen und zum Glück nicht Teil der "Verschwörung".
Mit der falschen Gesprächstechnik hätte die Situation schnell fatal eskalieren können. Er war, wie sich im Nachhinein herausstellte, mit einem Dolch bewaffnet...

So eine Situation zu entschärfen braucht aber auch Zeit. Die ist oftmals in Kliniken nicht da. Dann eskaliert es oft...


In den meisten Fällen, die gewalttätig eskalieren, wird es sich aber eher nicht um psychiatrische Patienten handeln.
Daher bin ich eher bei Hauke, wenn er zwischen den Zeilen sagt, dass man viele Eskalationen durch entsprechendes eigenes (Kommunikations-)Verhalten vermeiden kann.

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M1k3 (06.03.2019), DaniRA (06.03.2019), Hauke (06.03.2019)

condorp4

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05.03.2019, 18:51

Gleichzeitig bündeln sich die Einsätze, in den sich mit Patienten "geprügelt" wurde oder Personal angegriffen wurde auf einen recht bestimmten (kleinen) Kollegenkreis.

Ja und Nein...

Es kommt auch immer die Situation und die Arbeitsbelastung an. Gerade psychisch kranke Patienten kann man mit einer geeigneten Gesprächsführung "einfangen" und lenken. Das beweisen Psychotherapeuten jeden Tag.
Allerdings setzt es Grundkenntnisse und auch Zeit voraus.

Beides fehlt oftmals im Alltag. Dann können solche Situationen eskalieren.

Ich erinnere mich noch an einen Einsatz bei einem Patienten mit Schizophrenie, der seine Eltern umbringen wollte und bei ihnen vollkommen ausgerastet ist. Uns gegenüber war er vollkommen offen, weil wir bei ihm ein Fenster "geöffnet" haben. Er konnte uns von seinen Verschwörungstheorien erzählen. Wir waren die "Helfer" von außen und zum Glück nicht Teil der "Verschwörung".
Mit der falschen Gesprächstechnik hätte die Situation schnell fatal eskalieren können. Er war, wie sich im Nachhinein herausstellte, mit einem Dolch bewaffnet...

So eine Situation zu entschärfen braucht aber auch Zeit. Die ist oftmals in Kliniken nicht da. Dann eskaliert es oft...


In den meisten Fällen, die gewalttätig eskalieren, wird es sich aber eher nicht um psychiatrische Patienten handeln.
Daher bin ich eher bei Hauke, wenn er zwischen den Zeilen sagt, dass man viele Eskalationen durch entsprechendes eigenes (Kommunikations-)Verhalten vermeiden kann.


http://rettungsfachpersonal.de/index.php…&threadID=19896
"We are the Pilgrims, master; we shall go
Always a little further: it may be
Beyond that last blue mountain barred with snow,
Across that angry or that glimmering sea,

White on a throne or guarded in a cave
There lives a prophet who can understand
Why men were born: but surely we are brave,
Who take the Golden Road to Samarkand."

James Elroy Flecker