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41

02.07.2015, 10:27

Rettungsassistenten die diese Tätigkeit nur nebenberuflich ausüben oder eine zu geringe Stundenanzahl als Rettungsassistent aufweisen ist der Weg derzeit wohl verbaut.


Die benötigen ja auch den NotSan nicht zwangsläufig.
Ob jemand einen NotSan benötigt oder nicht dürfte bei dieser Fragestellung unerheblich sein. Geht es hier nicht um die Wertigkeit einer Qualifikation?

@ Hilope
M. E. hört Patientensicherheit nicht beim nichtärztlichen RFP auf, aber ich begrüsse es, das in meiner Berufsgruppe sehr viel Wert darauf gelegt wird.

Nils

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42

02.07.2015, 10:44

Rettungsassistenten die diese Tätigkeit nur nebenberuflich ausüben oder eine zu geringe Stundenanzahl als Rettungsassistent aufweisen ist der Weg derzeit wohl verbaut.


Die benötigen ja auch den NotSan nicht zwangsläufig.
Ob jemand einen NotSan benötigt oder nicht dürfte bei dieser Fragestellung unerheblich sein. Geht es hier nicht um die Wertigkeit einer Qualifikation?


Nein, nicht zwangsläufig. Wenn es ausschließlich um das WOLLEN ginge, hätten wir viel mehr Ärzte, weil sich so mach durch die Heilpraktikerprüfung fallende gelangweilte Hausfrau gerne als Homöopatin niederlassen niederlassen möchte. Selbstverständlich darf ein Staat mit seinen staatlichen Systemen sparsam mit den Steuer- oder Beitragseinnahmen seiner Bürger umgehen und bei der Auswahl seiner Ausgaben Differenzierungen vornehmen. Aber das weißt du auch eigentlich selber, du bist schließlich nicht dumm, sondern nur unzufrieden.

M1k3

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43

02.07.2015, 11:15

Sind Schemata und Algorithmen nicht ein Werkzeug, eine höchstmögliche Patientensicherheit bei zügiger Abarbeitung des Notfalls zu gewährleisten? Wenn dem so ist, dann stellt sich zwangsläufig die Frage, ob ein Medizinstudium ausreichend ist, eine höchstmögliche Patientensicherheit im Notfall zu gewährleisten?
Patientensicherheit ist ein multifaktorielles Geschehen, das sicher nicht mit einer Tabelle gewährleistet wird.
Aber tatsächlich helfen Checklisten Fehler zu vermeiden. Auch in der Medizin, auch für Menschen mit Studium. Dazu gibt es Studien, auch von anderen die studiert haben. Warum ist das denn so ein Affront für Manche?
Under pressure, you don't rise to the occasion. You sink to your level of training.

44

02.07.2015, 11:22

Rettungsassistenten die diese Tätigkeit nur nebenberuflich ausüben oder eine zu geringe Stundenanzahl als Rettungsassistent aufweisen ist der Weg derzeit wohl verbaut.


Die benötigen ja auch den NotSan nicht zwangsläufig.
Ob jemand einen NotSan benötigt oder nicht dürfte bei dieser Fragestellung unerheblich sein. Geht es hier nicht um die Wertigkeit einer Qualifikation?


Nein, nicht zwangsläufig. Wenn es ausschließlich um das WOLLEN ginge, hätten wir viel mehr Ärzte, weil sich so mach durch die Heilpraktikerprüfung fallende gelangweilte Hausfrau gerne als Homöopatin niederlassen niederlassen möchte. Selbstverständlich darf ein Staat mit seinen staatlichen Systemen sparsam mit den Steuer- oder Beitragseinnahmen seiner Bürger umgehen und bei der Auswahl seiner Ausgaben Differenzierungen vornehmen. Aber das weißt du auch eigentlich selber, du bist schließlich nicht dumm, sondern nur unzufrieden.
So ist zwar der Tenor bzgl. Überleitung, allerdings hinkt der Vergleich. Hierzu verweise ich z.B. auf die Zugangsvoraussetzungen für die Ergänzungsprüfung des Landes Brandenburg.

Max

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45

02.07.2015, 11:36

Ob jemand einen NotSan benötigt oder nicht dürfte bei dieser Fragestellung unerheblich sein. Geht es hier nicht um die Wertigkeit einer Qualifikation?
Nein es ist nicht unerheblich, es kann und darf nur das bezahlt werden was wirklich notwendig ist. Aber wir drehen uns hier im Kreis.
Da Du ja aus Bayern bist Colt28: Wie werden dort die Zulassungsvoraussetzungen für die Ergänzungsprüfung sein? Gibt es da schon was konkretes zu?

Grüße
Grüsse

M

"Denkt daran, hinauf zu den Sternen zu blicken, anstatt hinab auf eure Füße."
(Stephen Hawking 1942 - 2018)

M1k3

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46

02.07.2015, 12:06

Warum soll denn auf kosten der Kassen jeder Eumel einen Beruf erlernen können?
Under pressure, you don't rise to the occasion. You sink to your level of training.

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thh

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47

02.07.2015, 12:56

Zitat

Rettungsassistenten die diese Tätigkeit nur nebenberuflich ausüben oder eine zu geringe Stundenanzahl als Rettungsassistent aufweisen ist der Weg derzeit wohl verbaut.


Die benötigen ja auch den NotSan nicht zwangsläufig.
Ob jemand einen NotSan benötigt oder nicht dürfte bei dieser Fragestellung unerheblich sein.


Bei der Frage, wer die Ausbildung bezahlt? Sicher nicht.

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48

02.07.2015, 13:05


Warum soll denn auf kosten der Kassen jeder Eumel einen Beruf erlernen können?
Weil vielleicht du einer der Eumel bist?

Zitat

Nein es ist nicht unerheblich, es kann und darf nur das bezahlt werden was wirklich notwendig ist.
Das sagen die Vorschriften, was sagt dein moralisches Verständnis dazu?

Das Bundesland Bayern hat eine abwartende Haltung und nach der Prüfungspleite in BaWü wurden die Ergänzungsprüfungen erstmal verschoben. Frühestens 2017 ist mit den ersten Ergänzungsprüfungen zu rechnen. In Bayern ist auf allen Ebenen der NotSan sehr negativ behaftet. Selbst bei meinem Arbeitgeber ist die Skepsis zum NotSan nicht zu übersehen.

https://kleineanfragen.de/bayern/17/4904…rgesetz-notsang

Zitat

Leonhard Stärk (Landesgeschäftsführer des BRK)

Schwerpunktthema war heute die Notkompetenz für den künftigen Notfallsanitäter - da sind noch viele juristische Hürden zu nehmen, bevor der Notfallsani z. B. selbständig invasive Massnahmen durchführen darf! Nur: wozu brauchen wir sonst einen Notfallsani, wenn der ebensowenig tun darf wie der Rettungsassistent? Hier ist Klarheit gefordert - wir haben hier die ÄLRD und das Staatsministerium auf unserer Seite!

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49

02.07.2015, 13:08


Warum soll denn auf kosten der Kassen jeder Eumel einen Beruf erlernen können?
Weil vielleicht du einer der Eumel bist?

Ich möchte darum bitten, dass diese Diskussion hier auf angemessenem Niveau und ohne Beleidigungen weitergeführt wird.
The reason I talk to myself is because I’m the only one whose answers I accept. George Carlin

50

02.07.2015, 13:15

Entschuldigung
Warum soll denn auf kosten der Kassen jeder Eumel einen Beruf erlernen können?
Weil vielleicht du einer der Betroffenen bist! Tatsächlich geht es aber doch um eine Ergänzung deines jetzigen Berufes.

M1k3

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51

02.07.2015, 13:27

Warum soll denn auf kosten der Kassen jeder Eumel einen Beruf erlernen können?
Weil vielleicht du einer der Betroffenen bist! Tatsächlich geht es aber doch um eine Ergänzung deines jetzigen Berufes.

Aber wir haben doch absurde Mengen an RettAss! Jeder Student, Arbeitslose, und Tischlermeister wurde doch irgendwann Assistent!
Ich als braver Einzahler in die Krankenkasse möchte nicht, dass jeder der möchte auf meine Kosten NotSan wird. Sondern nur das derjenige NotSan wird, der auch als NotSan gebraucht wird.

Wer darüber hinaus NotSan werde will, muss sich eben selber kümmern.

Und wenn die Auswahlverfahren in deinem Betrieb sch... sind, dann musst du das intern klären. Das ist doch nicht Fehler eines Bundesgesetzes.
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02.07.2015, 17:06

Zitat


Warum soll denn auf kosten der Kassen jeder Eumel einen Beruf erlernen können?
Weil vielleicht du einer der Eumel bist?


Persönliche Vorteile oder persönliche Betroffenheit sind von einem Argument weit entfernt. Vielleicht ist er ja auch einer der Eumel, der den Spaß mit seinen Kassenbeiträgen bezahlt oder dessen Gehalt bei der Verteilung der vorhandenen Mittel zwischen Bezahlung der Leistungen des RD und der Ausbildung ebendort auf der falschen Seite steht?

Zitat

Zitat

Nein es ist nicht unerheblich, es kann und darf nur das bezahlt werden was wirklich notwendig ist.
Das sagen die Vorschriften, was sagt dein moralisches Verständnis dazu?


Dasselbe.

Taubenzüchter

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53

02.07.2015, 22:04

Warum soll denn auf kosten der Kassen jeder Eumel einen Beruf erlernen können?
Weil vielleicht du einer der Betroffenen bist! Tatsächlich geht es aber doch um eine Ergänzung deines jetzigen Berufes.

Aber wir haben doch absurde Mengen an RettAss! Jeder Student, Arbeitslose, und Tischlermeister wurde doch irgendwann Assistent!
Ich als braver Einzahler in die Krankenkasse möchte nicht, dass jeder der möchte auf meine Kosten NotSan wird. Sondern nur das derjenige NotSan wird, der auch als NotSan gebraucht wird.

Wer darüber hinaus NotSan werde will, muss sich eben selber kümmern.

Und wenn die Auswahlverfahren in deinem Betrieb sch... sind, dann musst du das intern klären. Das ist doch nicht Fehler eines Bundesgesetzes.
Diese Studenten, Tischlermeister, etc werden aber alle gar nicht als Not-San arbeiten wollen, sonst würden sie es bereits jetzt als RettAss tun und nicht studieren oder tischlern.

In meinem Betrieb haben wir gerade so ausreichend Assistenten um die Fahrzeuge in Urlaubszeiten zu besetzen. Rechnen wir die NEFs mal raus, wo vermutlich in BaWü ein RettAss weiter ausreichen wird, so haben wir immer noch keine luxuriöse Überbesetzung mit RettAss. Einige Kollegen gehen die nächsten Jahre in Rente, einige wollen von sich aus keinen NotSan machen. Der Rest MUSS also quasi komplett NotSan werden, um die RTWs besetzen zu können. Bei den derzeitigen Durchfallquoten utopisch.

Und bisher waren nur die guten und motivierten Kollegen auf den Schulen. Die alten RS2ler Mitte 40 kommen erst noch.....

Soviel Nachwuchs können wir in der zeit gar nicht ausbilden, um den Bedarf zu decken.

Und zum Thema Durchfallquote: Die Schulen bekommen ein heiden Geld dafür, dass sie uns auf die Prüfung vorbereiten. Anscheinend versagen diese hier bisher auf ganzer Linie. Ich sehe das Problem bei der Vorbereitung, nicht bei den Kollegen. Wenn man in 2 Wochen Vorbereitungslehrgang gerade einmal EIN Fallbeispiel aktiv gestalten darf, dann ist das eine Frechheit. Kein Wunder bei Vollgepumpten 20er-Klassen. Den Schulen gehts ums Geldverdienen, nicht um eine gescheite Vorbereitung (ich beziehe mich hier auf die Schulen in BaWü).

SeLa

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54

02.07.2015, 22:46

Erstmal möchte ich sagen das ich nicht weiß wie die Vorbereitnungskurse in B-W ablaufen, auch nicht wie die Prüfung dort abläuft.

Aber die Schuld nur bei den Schulen zu suchen kann wohl auch nicht zielfuehrend sein. Ein bisschen eigene Vorbereitung und selbstständiges lernen gehört da schon dazu.

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02.07.2015, 23:07

Wir haben einen Kurs mit 12 Leuten gehabt und es war schon herausfordernd jeden Fallbeispiel-technisch angemessen einzubinden. Vorteil: Ich kannte meinen Teampartner - Aber ich fand 3 Stück inklusive Debriefing nicht übertrieben viel. Teile des Kurses haben sich dann in der Freizeit in der Schule zwecks Üben getroffen.

56

02.07.2015, 23:28

Zitat

Aber wir haben doch absurde Mengen an RettAss! Jeder Student, Arbeitslose, und Tischlermeister wurde doch irgendwann Assistent!
Ich als braver Einzahler in die Krankenkasse möchte nicht, dass jeder der möchte auf meine Kosten NotSan wird. Sondern nur das derjenige NotSan wird, der auch als NotSan gebraucht wird.

Wer darüber hinaus NotSan werde will, muss sich eben selber kümmern.

Und wenn die Auswahlverfahren in deinem Betrieb sch... sind, dann musst du das intern klären. Das ist doch nicht Fehler eines Bundesgesetzes.


Ich finde deine Argumentation inkonsequent. Sofern du den Notfallsanitäter auf seine Kosten für die Kostenträger reduzierst, müsstest du von Hause aus gegen das NotSanG in all seiner Blüte sein, da die wesentliche Ziele mit dem Gesetz nicht erreicht werden können. Die Kosten die hier verursacht werden stehen in keiner Relation zu dem was das Gesetz eigentlich bewirken sollte.

Grundlegend ist das Problem in Bayern, das sehr viele RS -Stellen von Rettungsassistenten besetzt werden. Tatsächlich haben wir in Bayern einen Überhang an Rettungsassistenten die seit Jahren auf eine RA - Stelle warten. Die Folge einer Limitierung der Ergänzungslehrgänge die von den Kostenträgern gezahlt werden und der Umstand, das letztendlich der Arbeitgeber entscheidet, welche Kollegen diese Lehrgänge besuchen können sind nicht abzusehen. Ob dies dienlich für ein gutes Betriebsklima ist, wage ich zu bezweifeln.

Natürlich stimmt es, wenn gesagt wird: "Jeder Rettungsassistent kann Notfallsanitäter werden!" Mit der Realität hat es aber rein gar nichts zu tun. Als Denkanstoss folgendes Szenario: 35 jähriger Rettungsassistent, seit 10 Jahren als Rettungsassistent tätig, geschieden, 2 Kinder (6 und 8 Jahre) und Unterhaltspflichtig, wird vom Arbeitgeber nicht für den Ergänzungslehrgang berücksichtigt. Ohne Unterstützung seiner Angehörigen sind die Chancen für ihn mehr als gering, das er innerhalb des gesetzlichen Zeitrahmens den Ergänzungslehrgang absolvieren kann. Der zukünftige Umgang mit Rettungsassistenten die aus diversen Gründen den Notfallsanitäterlehrgang nicht absolvieren konnten, ist ungewiss. Höchstwahrscheinlich wird sich ihre Tätigkeit auf Rettungssanitäterniveau absenken. Vielleicht werden der ein oder andere aufgrund bestehender Überhänge ihren Job verlieren.

Ein Großteil der heutigen Rettungsassistenten haben zum Ausüben ihres Berufes für den Erwerb der Qualifikation jede Menge Geld zahlen müssen. Dies wird heute wieder einem Teil der Rettungsassistenten aufgebürdet sofern sie ihre bisherige Tätigkeit auf zumindest selben Niveau ausüben wollen, weil die Gelder hierfür anscheinend nicht ausreichen. Dies widerspricht schon dem Grundsatz, das jeder zukünftige Notfallsanitäterazubi zum Erwerb der Qualifikation keinen Cent aufbringen muss. Das hat schon was nach dem Motto: "Der Mohr hat gedient, der Mohr kann nun gehen."

Die Rettungsassistenten die nicht nominiert werden, diesen Beruf weiterhin ausüben möchten müssen zum einen unterschiedliche finanzielle Mittel aufbringen trotz gleicher Qualifikation. Fakt ist somit, das nicht die tatsächlichen Qualitäten der heutigen Rettungsassistenten alleine zählen, sondern ihre finanziellen Möglichkeiten entscheidend sind, ob sie die Tätigkeit wie bisher ausüben können.

Das ist für mich moralisch gesehen unakzeptabel. Aber nach dem bisherigen Verlauf dieses Threads ist die Schulung in sozialer Kompetenz vielleicht mehr als wichtig.

Edit/Mod.: Zitat editiert. JH

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Jörg Holzmann« (03.07.2015, 00:31)


Taubenzüchter

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57

02.07.2015, 23:41

@Colt: Würdest Du das Zitat bitte korrekt verwenden. Ich habe das auf jeden Fall nicht geschrieben.

red_cap

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58

02.07.2015, 23:54

[...] wird vom Arbeitgeber nicht für den Ergänzungslehrgang berücksichtigt. Ohne Unterstützung seiner Angehörigen sind die Chancen für ihn mehr als gering, das er innerhalb des gesetzlichen Zeitrahmens den Ergänzungslehrgang absolvieren kann. Der zukünftige Umgang mit Rettungsassistenten die aus diversen Gründen den Notfallsanitäterlehrgang nicht absolvieren konnten, ist ungewiss.


Halte mich ruhig für naiv, aber ich verstehe Deine Aussage nicht.
Auch wenn der AG "ein Arsch" sein sollte, so kann derjenige natürlich den Lehrgang zum NFS absolvieren. Es erfordert entsprechenden Einsatz, aber es ist sicherlich möglich. Seinen Job als RettAss behält er ja und die Ergänzungsprüfung mag schwierig sein, aber es ist "nur" eine Weiterbildung und kein mehrjähriges Studium parallel zur Berufstätigkeit.

59

03.07.2015, 00:28

Sorry Taubenzüchter, ich bekomme das leider nicht weg das: "Zitat von Taubenzüchter."

Richtig ist natürlich: "Zitat von M1k"

@ red cap

Warum sollte ich dich für naiv halten, ich kenne dich ja gar nicht. Mir ging es nicht darum, das ein Rettungsassistent den Ergänzungslehrgang aus geistigen Gründen vielleicht nicht schafft, sondern darum, das er gar nicht erst die Möglichkeit bekommt an einem Ergänzungslehrgang teilzunehmen.

Natürlich behält er seinen Titel Rettungsassistent aber gewiss ist, das sich sein Tätigkeitsprofil im Rettungsdienst verändern wird. Andere negative Veränderungen, wie Gehaltseinbuße oder gar Arbeitsplatzverlust kann zur Zeit nicht ausgeschlossen werden.

Jörg Holzmann

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60

03.07.2015, 00:33

Mod.: ich habe das Zitat entsprechend editiert.
J.