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Dorsk

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1

20.03.2018, 17:29

www.aerzteblatt.de: "Luftrettung: Handlungsbedarf bei Landeplätzen an Krankenhäusern"

*klick*

Auch wenn der Artikel älter ist - Aus aktuellem Anlass:

Zitat

Alle Kliniken beziehungsweise Betreiber einer PIS-Landestelle sind angehalten bis zum 1. März 2018 die neuen Anforderungen der LuftVO umzusetzen und an die Luftrettungsbetreiber zu melden.


An unserem Krankenhaus wurden zum Beispiel Fluter zur blendfreien Ausleuchtung der Landefläche neu aufgestellt sowie Hindernisfeuer auf nahen Laternen installiert.

Hat sich bei euch auch was getan?

bodo#3

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20.03.2018, 17:33

Überall wird sich was tun müssen, sonst werden die Hubschrauber diese Ländeplatz kurz- bis mittelfristig nur noch im Rahmen eines Anfluges bei Primäreinsätzen anfliegen.

Dorsk

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20.03.2018, 17:44

Sekundäreinsätze werden dann abgelehnt?

bodo#3

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20.03.2018, 17:54

Nicht zwingend abgelehnt, aber dann muss der Patient zum Hubschrauber kommen oder halt dort hin wo dieser landen kann und nicht der Hubschrauber zum Patienten. Dann wären wir wieder beim Thema zeitlicher Vorteil.
Selbst der Anflug mit einem Patienten im Rahmen eines Primäreinsatzes ist problematisch.

dens

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20.03.2018, 18:25

Da diese Luftfahrtvorschriften grade für mich echt undurchsichtig und schlecht zu recherchieren sind: K
Kann mir/uns bitte jemand erklären, was der typische Kliniklandeplatz (Erklärung unten) jetzt zusätzlich alles braucht um weiterhin benutzbar zu sein?

Der typische deutsche Kliniklandeplatz ist ja meist nur ne etwa 100 mal 100 Meter grosse platte Fläche mit ner Betonplatte in der Mitte, einem Windsack und ner Kammer mit nem grossen Feuerlöscher drin plus eventuell ein paar Schweinwerfer zur Beleuchtung der Fläche.
Das ist auch für mich nicht-Luftfahrt-Kenner gefühlt recht wenig. Da braucht es bestimmt selbst wenn die Ausstattung reicht ein Zertifizierung nach Passierschein A38.

bodo#3

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20.03.2018, 18:48

Eigentlich steht das ziemlich exakt im Artikel.
Es ist zu differenzieren zwischen §6-Landeplätzen, die quasi kleine Flugplätze (wenig Einschränkungen was die Flugbewegungen angeht) sind und Public Intrest Sites (PIS) gemäß §25 LuftVG (mehr Einschränkungen; z.B. nicht nach 22Uhr und vor 5Uhr, nicht nachts, nur 10 Landungen pro Monat, usw.). Die allermeisten Kliniken hab PIS-Landeplätze.
Diese benötigen seit dem 1.3.18 (Das war der Stichtag.) folgede Voraussetzungen:

Zitat


- Feste Vorgaben für Größe und Ausgestaltung der Start-, Lande- und Sicherheitsfläche (mindestens 22 × 22 m im
Quadrat = 484 m² bzw. 22 m im Durchmesser kreisförmig auf 380 qm und jeweils einer Gesamtneigung von < 5 %, sowie Tragkraft von mindestens 6 000 kg)
- Anbindung als Transportweg (circa 2 m Breite) zwischen Flugbetriebsfläche und Übernahme-/Übergabestelle Patienten
- Standardisierte Markierungen der Start- und Landeflächen (weißes „H“ auf einem roten Kreuz, das sich aus Quadraten zusammensetzt, die an jeder Seite des Quadrates um das H anschließen. Die Markierungen sind so auszurichten, dass der Querbalken des „H“ senkrecht zur Hauptan- und -abflugrichtung liegt.)
- Windrichtungsanzeiger (Windsack an exponierter Stelle, ggf. beleuchtet und befeuert)
- Löschmittel und Alarmplan (mindestens 50 Liter Löschmittel + zu jeder Landung anwesendes, im Alarmverfahren geschultes Personal)
- Luftbild- und Hinderniskarten
- Zutrittsbegrenzung
- Erhaltungspflicht
- Meldung von Veränderungen
- Option für Nachtflug: Ausleuchtung der Start- und Ladefläche

Nicht wenige Landeplätze erfüllen dies (noch) nicht. Jede Landung außerhalb von Anflügen zu Primäreinsätzen (dann wäre es schlicht eine Außenlandung, die auch auf der Kreuzung vor der Klinik stattfinden könnte.) ist quasi nicht zulässig.
Das ärgerliche ist, dass dieser Stichtag schon lange bekannt war, sich die Kliniken aber nicht in der Pflicht sahen aktiv zu werden.

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

dens (20.03.2018), thh (20.03.2018), Hauke (23.03.2018)

dens

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20.03.2018, 19:58

Danke bodo#3, jetzt hab ich die richtigen Stichwörter um zu Googlen.

Wenn ich das so lese, dann sollte beim Landeplatz unserer Uniklinik niemand mal nachfragen. Auf dem Platz werden tägliche mehrere Flugbewegungen durchgeführt (mindestens ein bis zwei Maschinen kommen da pro Tag eigentlich immer an) und es werden nicht mal alle Teile der Voraussetzung für PIS erfüllt (keine Zutrittsbeschränkung, die Markierung ist genau farblich invertiert und die Einzigen die da bei Starts und Ladnungen anwesend sind ist die RTW-Besatzung, die das Shuttlen übernimmt.). Ausser es wird immer mit der Ausnahme "Gefahr für Leib und Leben des Patienten" argumentiert?


Es gibt übrigens eine interessante kleine Anfrage der Grünen mit leider nicht sehr ausführlicher Antwort diesbezüglich unter der Vorgangsnummer 18/80071.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dens« (20.03.2018, 20:13)


bodo#3

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20.03.2018, 20:06

Ausser es wird immer mit der Ausnahme "Gefahr für Leib und Leben des Patienten" argumentiert?

Das ist ein fragliches Arguement im Sekundärtransport.

dens

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20.03.2018, 20:17

Daher auch das Fragezeichen und die Grenze mit den zehn Landungen bei PIS wird nicht nur pro Monat überschritten, sondern locker pro Woche und rund um die Uhr.

P.S: Ich habe gerade ein Genehmigungsersuchen für einen Hubschrauber-Sonderlandeplatzes nach §6 LuftVG gefunden zu lesen: Link

bodo#3

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20.03.2018, 20:50

Das mit den zehn Landungen war ein Beispiel. Das kann von PIS zu PIS unterschiedlich sein.

dens

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20.03.2018, 20:54

Ok, ich dachte das sei eine feste Grenze wie die Nachtzeiten...
Aber das "gelegentlich" ist beim Landeplatz der Uniklinik einfach nicht mehr erfüllt, mit gut mehr als zwanzig Luftfahrzeugbewegungen pro Woche.
Vielleicht bin ich ja mal frech und frag mal ganz ungeniert bei den Verantwortlichen nach...

bodo#3

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20.03.2018, 21:08

Auch die Begrenzungen in der Nacht sind nur Beispiele.
Landeplätze an großen Kliniken sind häufig §6-Plätze.
Welche Uni ist es, dann schaue ich mal nach wie der Platz zugelassen ist.