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MarkusB

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22.06.2018, 13:55

Prügelei auf Klassenfahrt - 40 Einsatzkräfte im Einsatz

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/sch…-a-1214421.html

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass diese "MANV-Lagen" zunehmen, hier war es eine Schlägerei, sonst ist es oftmals das Tränengas im Klassenraum - jedoch in der Konsequenz nahezu immer gleich: unzählige Kräfte, Hubschrauber und am Ende waren nur einige wenige leicht verletzt oder es wurde der MANV ins Krankenhaus verlagert, weil "Vorsorglich" mal eben eine ganze Klasse transportiert wurde, die Augentränen nach Tränengas (welch Wunder...) hatten.
Einen ähnlichen Vorfall gab es hier in der Nähe dann auch, wo letztendlich einige Eltern noch "Arsch in der Hose" hatten und ihre Kinder mit nach Hause genommen haben und so die Lage innerhalb kürzester Zeit beendet war.



Und dann diskutiert man gleichfalls, ob eine akute Appendizitis mit dem Taxi oder RTW fahren soll oder wundert sich über abgemeldete Krankenhäuser. Irgendwie fehlt in der heutigen Zeit eine Art von Exit-Strategie für manche Lagen.

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dens

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22.06.2018, 14:02

D'accord!

Gerade bei den Pfefferspray-MANV-Lagen ist es doch besser wenn einfach vor Ort die paar Liter Augenspüllösung/Infusion verkloppt werden und dann jeder der nach der Spülung keine Probleme hat einfach nach Hause entlassen wird (und eine eventuelle Rest-Kontamination z.B. an der Kleidung nicht noch in die ZNA verschleppt wird).

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Johannes D.

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22.06.2018, 14:24

Auch wenn ich deinen grundsätzlichen Eindruck teile, Markus, finde ich dass es gerade hier eigentlich nicht zutrifft. Zum einen liest sich der Pressebericht der Polizei weit weniger dramatisch, zum anderen finde ich den Kräfteeinsatz zwar hoch, aber noch im Rahmen. Es wurde eine Massenschlägerei zwischen zwei Schulklassen gemeldet, insgesamt waren 40 Mann von Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Wenn man bedenkt, dass vielerorts bereits ein "häuslicher Streit, droht zu eskalieren" mit drei Streifenwagen beschickt wird, gehe ich davon aus, dass im wesentlichen sehr viele Polizisten vor Ort waren - und das ist bei so einem Meldebild ja zunächst mal sinnvoll. Ins Krankenhaus transportiert wurden zwei Personen, vier waren insgesamt verletzt, 5 Hyperventilationen wurden beruhigt. Das klingt recht solide, wenn ich ehrlich bin. Ob es den RTHub nun gebraucht hat, mag man diskutieren können, aber die werden ja auch oft genug als NEF genutzt. Und irgendwie klingt eine Burg in Höhenlage für mich nach weit ab vom Schuss...
Land zwischen den Meeren,
vor dem sich sogar die Bäume verneigen,
du bist der wahre Grund,
warum Kompassnadeln nach Norden zeigen!

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olleHoop

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22.06.2018, 16:35

Was für Verletzungsmuster erwartet man bei einer Schlägerei unter 13-Jährigen?
Ich finde den Aufwasch lächerlich. Aber scheint ja im Sinne der Zeit zu sein.

Hier war neulich Land unter weil eine Kindergartengruppe im Wald von Wespen "attackiert" wurden.

Im Endeffekt waren 4 Stück gestochen worden und es gab 0 Transport.
Naja, kann man immerhin als scharfe Übung unter der Woche verkaufen.

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Alrik

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22.06.2018, 17:03

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass diese "MANV-Lagen" zunehmen, [...]

Kommt mir auch so vor. Aber ich weiß nicht, ob ich das schlimm finden muss. Seit 911, Paris, Brüssel, Breitscheidplatz, etc. leben wir in einer Welt, in der wir bemerken mussten, dass wir auch hier bei uns nirgends wirklich sicher sind. Dazu gab's natürlich auch tragische Unglücksfälle wie Ramstein und Eschede.
Das hat wahrscheinlich auch dazu geführt, dass man (sprich: die Träger des RD und KatS) sich wesentlich ernsthafter Gedanken über das Thema MANV gemacht hat als das früher mal der Fall war. Ergo hat der eine oder andere vernünftige Vorplanungen für solche Lagen in der Schublade und das führt dann eben dazu, dass da nicht einfach ein Späher-RTW hingeschickt wird, sondern auf den großen, roten Knopf gedrückt wird.
Eigentlich ist das ja auch nicht weiter schlimm, die eine oder andere RTW-Besatzung wird von der Couch gebeten und kann im Zweifelsfall ne halbe Stunde später auch wieder dorthin zurückkehren, wenn's nicht so dramatisch war.
Was ist, wenn das Ende nichts als ein böser Anfang ist...?

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22.06.2018, 17:56

Wenn erstmal 25 RTW auf den Schulhof Rollen befeuere ich solche Lagen erst richtig. Dann brechen auch die Schülerinnen aus dem Haus C 250m entfernt mit Atemnot und Schwindel zusammen.

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22.06.2018, 18:07

Ist das so?
Was ist, wenn das Ende nichts als ein böser Anfang ist...?

Eddy

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22.06.2018, 19:18

Zumindest wenn die Sekretärin eine Durchsage macht, alle die sich wegen des komischen Geruchs nicht gut fühlen, sollen mal ins Lehrerzimmer kommen. Selbst schon bei einem Brand 500m entfernt erlebt. Da wird Schule zum Erlebnistag.

Eddy

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22.06.2018, 22:36

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass diese "MANV-Lagen" zunehmen, [...]

Kommt mir auch so vor. Aber ich weiß nicht, ob ich das schlimm finden muss. Seit 911, Paris, Brüssel, Breitscheidplatz, etc. leben wir in einer Welt, in der wir bemerken mussten, dass wir auch hier bei uns nirgends wirklich sicher sind.
Keine Ahnung was die Notrufnummern mit dem 11. September zu tun hat.

Es gab in ganz Europa schon lange vor den twin towers Terror in Europa. IRA in U.K., ETA in Spanien, RAF in Deutschland, die Liste geht weiter. Ich glaube eher, die neuen Medien beeinflussen unsere Wahrnehmung zunehmend. Unser Umgang damit ist nicht gut.
Under pressure, you don't rise to the occasion. You sink to your level of training.

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23.06.2018, 07:26

Nicht nur die Medien sind in einem neuen Zeitalter - Der Terror auch.

Der politische Terror ist auf dem Rückzug - Der religiöse Terror ist auf dem Vormarsch.

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Hauke

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23.06.2018, 11:15

Ich verfolge gerade ein wenig ein Verfahren eines Bekannten. Der Sohn hat an einer Schule - aufgrund Bedrohungen durch eine Gruppe v. Mitschülern - ein Pfefferspray mitgeführt und das wohl mehr oder weniger aus Versehen ausgelöst. So oder so, er hätte es natürlich nicht mitführen dürfen. Aber auch hier gab es einen Großeinsatz mit letztlich kaum Transporten und/oder Versorgungen. Aber die Rechnung wird natürlich trotzdem komplett gestellt. Es steht im Moment die Frage im Raum, ob dieses Aufgebot verhältnismäßig war und somit dem Verursacher (bzw. den Erziehungsberechtigen) vollständig in Rechnung gestellt werden kann.
“When I was a boy and I would see scary things in the news, my mother would say to me, "Look for the helpers. You will always find people who are helping.”

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23.06.2018, 11:48

Ob so etwas mehr wird, kann ich nicht sagen, aber so etwas wie mit dem Pfefferspray oder Prügeleien zwischen Rudeln Heranwachsender (zum Beispiel zwischen verschiedenen Klassen, öfter aber mit der anderen Schule nebenan) gab es in meiner Schulzeit auch etwa alle 2 Jahre. Das ist jetzt auch schon ein paar Jährchen her (... Es war so ungefähr zu der Zeit, als man zu Silvester Angst hatte, dass an Neujahr die Mikrowellen nicht mehr funktionieren... :cray: ), Unterschied hierbei: Flur und Räume verlassen, der Hausmeister lüftet den Tag über, Anschiss für alle die verdächtigt werden, alle die verletzt sind zur Sekretärin zur Beobachtung/Augenduschen/Prellungen kühlen und so und im Zweifel Taxi zur Notfallpraxis um die Ecke, wie bei den meisten Schulunfällen nach Telefonat mit den Eltern. Alle, die schlimm schlimm aufgeregt sind mit dem Vertrauenslehrer zum Beruhigungsgespräch, der Rest aufgeteilt in andere Klassen.
Kein Rettungsdienst.
Ich glaube, ein wesentlicher Unterschied zu heute ist auch, dass die Kids sofort per Handy Eltern und Freunde informieren und es sofort große Kreise zieht und zweitens, dass die Eltern und teils Schüler eine andere Mentalität haben und Lehrer/Schulleiter in solchen Situationen gezwungen werden, sich in alle Richtungen abzusichern, um nicht angreifbar zu werden. Stichwort: mein Onkel/Nachbar/Bruder hat Jura studiert...
Vielleicht kann ja ein Lehrer nochmal was dazu sagen...
"Alle Menschen müssen sterben", meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV.
Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich
Boileau sofort: "Fast alle Menschen, Sire, fast alle!"

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Jörg Holzmann

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23.06.2018, 12:01

Vielleicht kann ja ein Lehrer nochmal was dazu sagen...


Ich glaube eher, dass die Rettungsdienste das selbst eskalieren und nicht die Schulen.
Wenn ich aus der Schule einen Notruf absetze, weil z.B. ein Kind Reizgas abbekommen hat, habe ich nicht mehr in der Hand, was die ILS schickt, und auch nicht, was der eintreffende Rettungsdienst nachfordert. Ich kann denen höchstens einen Vorschlag machen oder eben eine gezielte Übergabe.
Ich hab z.B. auch schon mehr als einmal einen RTW solo in die Schule angefordert, dessen Besatzung bei Eintreffen innerhalb von 30 Sekunden ein NEF nachbestellt hat, welches dann kam und mangels Notwendigkeit den Transport nicht begleitet hat. Das ist dann nicht mehr mein Problem, aber eben auch nicht meine Schuld.
Ich kann mir jedenfalls schwerlich vorstellen, dass die Schulsekretärin oder ein Lehrer beim Notruf wegen einer Schlägerei explizit zehn RTW, fünf NEF, einen Hubschrauber oder eine Einsatzeinheit bestellt. Die beschreiben halt, was los ist, vielleicht übertreiben sie auch ein bisschen, aber die Dispositionsentscheidung treffen sie eher nicht.

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23.06.2018, 14:35

Es ist doch ein Phänomen unserer Zeit, dass immer öfter auf der Leitstelle der Knopf für "Weltalarm" gedrückt wird, und sich der Anlass später eher als Kleinigkeit herausstellt. Mir scheint, es ist häufig einfacher "aus einer Mücke einen Elefanten zu machen" als andersherum.

DocJojo

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23.06.2018, 16:11

Das ist auch politisch gewollt. Ich verweise auf das LebEL Konzept in RLP und die entsprechenden Korrelate der anderen Bundesländer. Da genügt die alleinige Möglichkeit einer solchen Großeinsatzlage, dass der große rote Knopf gedrückt werden muss.

Und -grundsätzlich- dass man immer weniger Leute „mit Eiern in der Hose“ in der ILS sitzen hat, weil sie so gut wie keine Rückendeckung bekommen, wenns halt mal nicht gut läuft.

Daher ist es in dieser Denkweise folgerichtig, eher von groß nach klein als umgekehrt zu alarmieren.

DocJojo

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23.06.2018, 16:14

Da ich zuweilen auch als Teil der Einsatzleitung bei solchen Ereignissen dabei bin, kann man diesem Vorgehen wenigstens einen gewissen Übungseffekt abgewinnen, vielleicht ergeben sich durch solche Alarmierungen auch Aspekte, die dann die Zusammenarbeit verbessern, wenns wirklich gilt..

Alrik

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23.06.2018, 17:43

Ja, das spricht auch ein Stück weit für niedrige Alarmierungsschwellen. Außerdem gibt es nix blöderes für alle Beteiligten, als im größeren Bedarfsfall NACHalarmieren zu müssen.
Und nochmal: Der Rettungsmensch ist eh im Dienst, der kommt nicht extra deshalb von zuhause und schreibt sich Überstunden auf. Die paar Liter Diesel sollte uns eine gewisse Angespanntheit wert sein.

Aber natürlich muss das auch Grenzen haben. Wer mag sie ziehen?
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DocJojo

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23.06.2018, 17:52

Aktuell? Sicher niemand freiwillig...

Aber ich gebe dir vollig recht

SanSold

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24.06.2018, 13:01

Ja, das spricht auch ein Stück weit für niedrige Alarmierungsschwellen. Außerdem gibt es nix blöderes für alle Beteiligten, als im größeren Bedarfsfall NACHalarmieren zu müssen.
Und nochmal: Der Rettungsmensch ist eh im Dienst, der kommt nicht extra deshalb von zuhause und schreibt sich Überstunden auf. Die paar Liter Diesel sollte uns eine gewisse Angespanntheit wert sein.

Aber natürlich muss das auch Grenzen haben. Wer mag sie ziehen?


:stop: Kann ich so nicht bestätigen, die Feuerwehr ist mit eingebunden in diese Konzepte und die Schnelleinsatzgruppen ebenso. Alles wie in der restlichen BRD 98% Ehrenamtlich!

Zu dem Thema Eier sei gesagt dass es ganz klar MINDESTvorgaben gibt, zumindest in By, was bei einem bestimmten Meldebild zu alarmieren ist. ABEK Bayern gibt dies ganz klar vor (Gesetzescharakter) und nach unten abweichen ist nur mit verdammt guter Begründung möglich aber selbst dann hast Du dich Tage, wenn nicht Wochen, zu rechtfertigen.
[b] :rtw: "Rettungsdienst" sind die Typen, die zu einem kommen, wenn man etwas getan hat, wofür man eigentlich zu dämlich ist. :rtw:
[/b]

Alrik

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24.06.2018, 14:18

Natürlich muss man das Ehrenamt einbinden, aber sinnvoll und nicht bei jedem quersitzenden Furz.
Wenn die örtliche SEG bei jeder brennenden Mülltonne mit rausfahren soll/will: Meinetwegen. Ich würd so einen Quatsch jedenfalls nicht mitmachen.
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