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Jengston

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1

03.07.2018, 10:01

Bayerische Staatszeitung: Immer mehr Einsätze, immer weniger Personal?

Bei einer Anhörung im Innenausschuss des Landtags wurden Fakten dargelegt und Lösungsvorschlag aufgezeigt: https://www.bayerische-staatszeitung.de/…r-personal.html
...der in der stabilen Seitenlage schläft!

Blodwyn76

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2

03.07.2018, 10:15

Na also. Ist doch alles gar nicht so schlimm. Und der Mitarbeiter auf der Wache, die nur fünf Einsätze in 24 Stunden hat, hat in der einsatzfreien Zeit ja Freizeit und Erholung. Das ist ja schon fast wie Urlaub, da kann er dann schon mehr Schichten dafür leisten... :ironie:
Sorry, aber für mich haben die den Schuss immer noch nicht gehört. :mauer:

Maverick83

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03.07.2018, 10:31

Das mit den 5 Einsätzen in 24 Stunden ist ein statistischer Fakt - klar das dies angebracht wird. Die Frage ist, was wurde darauf entgegnet. Auf solche Sachen sollte man entsprechend vorbereitet sein.

fakl

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03.07.2018, 11:08

Interessant, wenn man weiß wer das sagt mit den 5 Einsätzen auf 24 h...
Es handelt sich um den Leiter des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM).
Das Institut wiederum ist sehr eng mit dem Innenministerium verknüpft. (Hauptauftraggeber)

Ich bin mal gespannt welche Konsequenzen man aus der Erkenntnis "mangelnder Auslastung" zieht.

Brauchen wir mehr Kranke?
Soll der Rettungsdienst noch andere Aufgaben übernehmen?
z.B. öffentlicher Personennahverkehr?

Ich bin gespannt!

:-D
"Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind." Albert Camus

Harris NRÜ

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03.07.2018, 11:21

Eine solche entsprechende Vorbereitung könnte beispielhaft die durchschnittliche Einsatzdauer der Rettungswachen sein, die nur wenige Einsätze bedienen müssen. Meine Erfahrungen mit der Land- vs. Stadtrettung ist die, dass ich auf dem Land zwar weniger Einsätze bekomme, diese jedoch deutlich länger dauern wie in der Stadt. So ist es durchaus denkbar, dass 10 Einsätze in der Stadt gleich viel Zeit in Anspruch nehmen wie 5 Einsätze auf dem Land. Könnte eine Möglichkeit sein nicht nur die Anzahl der Einsätze, sondern auch die durchschnittliche Einsatzdauer zu erfragen. Die Anzahl alleine sagt bezüglich der Auslastung noch nicht so viel aus.

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Harun (04.07.2018)

Maverick83

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04.07.2018, 06:37

Genau. Und dann kann man gleich anbringen warum man dort für einen Einsatz 2 Stunden braucht. Bie 5 Einsätzen à 2 Stunden + Nachbereitungszeit + Tagesaufgaben kommt man locker auf eine Auslastung von 14-16 Stunden. D.h. pro Schicht 4-5 Stunden. Davon noch 45 Minuten Pause + unbezahlte Bereitschaftszeit abgezogen, kommt man auf eine Auslastung die sich nicht verstecken muss.

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Harris NRÜ (04.07.2018), Manne (06.07.2018)

Maverick83

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7

04.07.2018, 06:41

Interessant, wenn man weiß wer das sagt mit den 5 Einsätzen auf 24 h...
Es handelt sich um den Leiter des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM).
Das Institut wiederum ist sehr eng mit dem Innenministerium verknüpft. (Hauptauftraggeber)

Ich bin mal gespannt welche Konsequenzen man aus der Erkenntnis "mangelnder Auslastung" zieht.

Brauchen wir mehr Kranke?
Soll der Rettungsdienst noch andere Aufgaben übernehmen?
z.B. öffentlicher Personennahverkehr?

Ich bin gespannt!

:-D


Ich hatte mal im RD einen Arbeitgeber, wo die komplette Erfassung der Rechnungen durch das Fahrdienstpersonal erledigt wurde. Jeder Fahrzeugverantwortliche hat seine Transporte ins Abrechnungsprogramm eingetragen. Dort waren auch Krankenkassenummer und Versichertennummer, Sitz der Kasse´, Adresse etc. Pflichtfelder. Also hat man nach dem Einsatz/Schichtende auch bei zig Krankenkassen angerufen und fehlende Daten erfragt. Das alles korrekt ausgefüllt wurde, wurde durch "Supervisoren" kontrolliert. Diese waren ebenfalls im Fahrdienst und haben ein Funktionszulage bekommen.
In der Verwaltung wurden die Rechnungen nur noch ausgedruckt und versendet sowie das Mahnwesen durchgeführt.

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Manne (06.07.2018)

Cheffe

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8

04.07.2018, 11:01

Interessant, wenn man weiß wer das sagt mit den 5 Einsätzen auf 24 h...
Es handelt sich um den Leiter des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM).
Das Institut wiederum ist sehr eng mit dem Innenministerium verknüpft. (Hauptauftraggeber)

Ich bin mal gespannt welche Konsequenzen man aus der Erkenntnis "mangelnder Auslastung" zieht.

Brauchen wir mehr Kranke?
Soll der Rettungsdienst noch andere Aufgaben übernehmen?
z.B. öffentlicher Personennahverkehr?

Ich bin gespannt!

:-D


Ich hatte mal im RD einen Arbeitgeber, wo die komplette Erfassung der Rechnungen durch das Fahrdienstpersonal erledigt wurde. Jeder Fahrzeugverantwortliche hat seine Transporte ins Abrechnungsprogramm eingetragen. Dort waren auch Krankenkassenummer und Versichertennummer, Sitz der Kasse´, Adresse etc. Pflichtfelder. Also hat man nach dem Einsatz/Schichtende auch bei zig Krankenkassen angerufen und fehlende Daten erfragt. Das alles korrekt ausgefüllt wurde, wurde durch "Supervisoren" kontrolliert. Diese waren ebenfalls im Fahrdienst und haben ein Funktionszulage bekommen.
In der Verwaltung wurden die Rechnungen nur noch ausgedruckt und versendet sowie das Mahnwesen durchgeführt.

War bei uns (laendliches B-W) auch so, zusaetzlich wurden die Rechnungen auch noch waehrend der Bereitschaftszeit ausgedruckt und eingetuetet sowie Ruecklaeufer bearbeitet. Ausser 1-2 "Abrechnungsbeauftragen" hat dafuer keiner eine Zulage bekommen. Das war allerdings auch eher eine "Dornroeschenwache".

fakl

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04.07.2018, 13:58

Ich hatte mal im RD einen Arbeitgeber, wo die komplette Erfassung der Rechnungen durch das Fahrdienstpersonal erledigt wurde. Jeder Fahrzeugverantwortliche hat seine Transporte ins Abrechnungsprogramm eingetragen. Dort waren auch Krankenkassenummer und Versichertennummer, Sitz der Kasse´, Adresse etc. Pflichtfelder. Also hat man nach dem Einsatz/Schichtende auch bei zig Krankenkassen angerufen und fehlende Daten erfragt. Das alles korrekt ausgefüllt wurde, wurde durch "Supervisoren" kontrolliert. Diese waren ebenfalls im Fahrdienst und haben ein Funktionszulage bekommen.
In der Verwaltung wurden die Rechnungen nur noch ausgedruckt und versendet sowie das Mahnwesen durchgeführt.

Ich habe mich eigentlich nicht über euch lustig gemacht. :-)

Ich kann über den Vergleich des ärztlichen Kollegen Prückner nur den Kopf schütteln.

Es ist klar, dass die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern auch andere Aufgaben übertragen. Reinigung, Fahrzeugpflege, Abrechung, etc.
Es ist auch klar, dass die Auslastung im Krankentransport bei weit über 90 % ist.
Es ist auch klar, dass im Nachtdienst auf Intensivstationen oftmals auch seitens der Pflege "aktiv geruht" werden kann.

Unterm Strich ist diese Aussage von Prückner eine bodenlose Frechheit und zeugt davon, dass ihm der Bezug zur Thematik "Arbeitsrealität" entfallen ist.
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Manne

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06.07.2018, 23:03

Interessant, wenn man weiß wer das sagt mit den 5 Einsätzen auf 24 h...
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Das Institut wiederum ist sehr eng mit dem Innenministerium verknüpft. (Hauptauftraggeber)

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Ich hatte mal im RD einen Arbeitgeber, wo die komplette Erfassung der Rechnungen durch das Fahrdienstpersonal erledigt wurde. Jeder Fahrzeugverantwortliche hat seine Transporte ins Abrechnungsprogramm eingetragen. Dort waren auch Krankenkassenummer und Versichertennummer, Sitz der Kasse´, Adresse etc. Pflichtfelder. Also hat man nach dem Einsatz/Schichtende auch bei zig Krankenkassen angerufen und fehlende Daten erfragt. Das alles korrekt ausgefüllt wurde, wurde durch "Supervisoren" kontrolliert. Diese waren ebenfalls im Fahrdienst und haben ein Funktionszulage bekommen.
In der Verwaltung wurden die Rechnungen nur noch ausgedruckt und versendet sowie das Mahnwesen durchgeführt.

Kommt mir ansatzweise bekannt vor das System. Auch heute noch so trotz NidaPad... :rolleyes2:
"...Was Sie brauchen haben Sie und was Sie nicht haben brauchen Sie auch nicht.."