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raphael-wiesbaden

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22.12.2018, 15:24

Flüchtling wird Notfallsanitäter

Der Hess. Rundfunk berichtete in seiner Vorabend-Intotainment-Sendung "Maintower" über einen aus Afganistan stammenden Migrant der beim DRK seine Ausbildung zum Notfallsanitäter macht:

https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-…ideo-79906.html
raphael-wiesbaden

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

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Patrick R. (23.12.2018)

Ger

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23.12.2018, 18:26

Ich verstehe es einfach nicht. Jemand in ca. meinem Alter, der schon viel mehr als ich erlebt hat in seinem Leben, entscheidet sich für einen Beruf in dem händeringend nach Personal gesucht wird. Und trotzdem besteht die Gefahr, dass er nach der Ausbildung abgeschoben wird. Diese Logik will einfach nicht in meinen Kopf.

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Monschi (23.12.2018), Patrick R. (28.12.2018)

olleHoop

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23.12.2018, 19:10

Ohne das jetzt inhaltlich teilen zu wollen:

Das Asylrecht ist ein Schutzrecht, kein Einwanderungsrecht.
Die Logik dahinter sehe ich schon, ich finde sie nur völlig falsch.

Ich hoffe fest; dass für ihn eine dauerhafte Lösung hier gefunden wird!

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Ger (25.12.2018)

SanSold

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24.12.2018, 19:00

Ohne das jetzt inhaltlich teilen zu wollen:

Das Asylrecht ist ein Schutzrecht, kein Einwanderungsrecht.


Was aber doch nicht bedeuten muss dass man dies nicht verbinden kann. Ich stelle mir es schon als machbar vor so einen, durchaus nichts seltenen, Fall gesetzlich abzudecken.

Jemand kommt als Schutzsuchender und darf erstmal bleiben, macht dann eine Ausbildung und darf diese auch abschließen. Die Ausbildung kann er idealerweise in seinem Heimatland nutzen was sicherlich besser investiert ist als monetäre Hilfsleistungen jedweder art die irgendwo versickert. Ist die Ausbildung aber vielleicht in einem Mangelberuf und, idealerweise durchschnittlich oder besser, abgeschlossen kann ich dies doch auch zu beiderseitigem vorteil nutzen.
[b] :rtw: "Rettungsdienst" sind die Typen, die zu einem kommen, wenn man etwas getan hat, wofür man eigentlich zu dämlich ist. :rtw:
[/b]

olleHoop

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24.12.2018, 21:18

Das wird ja auch aktuell diskutiert, Stichwort Spurwechsel.

Die derzeitige Rechtslage gibt es aber bisher höchstens über Umwege her

raphael-wiesbaden

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24.12.2018, 21:45

Eine Frage an die Forumsjuristen hier:

könnte ein Asylsuchender oder Flüchtling die deut. Staatsangehörigekeit beantragen/bekommen?
Ich habe jetzt an vier Einbürgerungsfeiern teilnehmen können und dort erleben können welche Gewinne dort für runser Land eingebürgert werden.
raphael-wiesbaden

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Dorsk

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25.12.2018, 08:52

Zitat


Ich hoffe fest; dass für ihn eine dauerhafte Lösung hier gefunden wird!


Ich denke, dass das auch die Mehrheit der Bevölkerung so sieht.

Wer strafrechtlich unauffällig hier lebt und für sich selber ohne Bezugsleistungen sorgen kann, sollte mittelfristig eine Chance bekommen.

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Alrik

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25.12.2018, 08:55

Wir wären schön blöd, wenn wir uns die "Rosinen" entgehen ließen. Gilt auch für die Schreihälse: Man kann nicht einerseits gegen die vermeintliche Ausschlachtung des deutschen Sozialstaats wettern und gleichzeitig demjenigen die Tür vor der Nase zuschlagen, der alles nur erdenklichen tut, um systemkonform mitzuspielen.
So if you wanna change the world,
start up by makin' your bed.

raphael-wiesbaden

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25.12.2018, 14:42

Ich verlasse jetzt das eigentliche Thema aufgrund des Beitrags von @Alrik.

Meine bisherige viermalige Anwesenheit bei Einbürgerungsfeiern war begründet in der sanitätsdienstlichen Absicherung im hess. Landtag.
Die Einbürgerungsfeiern finden landauf-landab in Rathäuser, Bürgerämtern usw. statt.
Das Land Hessen sucht sich einen Querschnitt der Neubürger aus und gibt der Veranstaltung damit einen sehr würdigen Rahmen.

Aufgrund der Menge der Neubürger (darunter nach meinen Eindrücken hälftig Ehepaare und darunter wieder viele Ehepaare mit Kindern) kommen diese auch untereinander ins Gespräch.
Ich wiederum habe sehr oft die möglichkeit von small-talk.
Nebenbei habe ich die häufigste Hilfeleistung :-D vorgenommen: "soll ich von Ihnnen gemeinsam ein Foto machen?"

Regelmässig frage ich nach den Beweggründen dieser Menschen die aus allen Erdteilen kommen.
Sie sind Endzwanziger ebenso wie Renter mit 70 Jahren-plus.
Es sind Handwerker und ebenso Akademiker.

Ich habe gehört:
- hier ist kein Krieg
- hier ist ein Rechtsstaat
- hier gibt es keine Korruption
- hier funktioniert alles (sinngemässe Aussage von Menschen aus Italien, Griechenland, Mittelamerika...)
- hier habe ich eine echte Chance
- unsere Kinder sollen eine Ausbildung bekommen, in Frieden leben, nicht diskriminiert werden
- hier ist nichts verkrustet und ich muß mich nicht totarbeiten (Prof. aus Japan)
- ich möchte Europäer bleiben (häufige sinngemässe Aussage von ehemals britischen Bürgern)

Ich bin bei diesen Antworten demütig und still.
raphael-wiesbaden

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Patrick R. (28.12.2018)

Falkenzucht

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25.12.2018, 15:23

"- ich möchte Europäer bleiben (häufige sinngemässe Aussage von ehemals britischen Bürgern)"

mit dem "ehemals" stimmt so nicht. Warum viele Briten jetzt Deutsche werden liegt daran, das sie als EU Bürger eine doppelte Staatsbürgerschaft beantragen können. Nach dem Brexit müssen sie sich entscheiden.

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