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dens

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20.03.2019, 15:41

Notärzte kritisieren Zusammenlegung der Leitstellen in Sachsen, konkret IRLS Leipzig

Hier ein sehr wirrer Artikel: LVZ: Notärzte machen Front gegen zentrale Leitstelle

Insgesamt wirkt der Artikel sehr verworren und es fehlen viele Informationen und Logikschritte in den Begründungen. Desweiteren drängt sich mir der Verdacht auf dass die Notärzteschaft wenig Ahnung von den einsatztaktischen Vorteilen von Leitstellen die grösser als ein Landkreis sind haben...

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Mo (21.03.2019)

Alrik

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20.03.2019, 16:17

Es sind Ärzte. Die wissen alles. :)
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thh

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20.03.2019, 16:28



Gibt es denn tatsächlich Fälle, in denen die Zusammenlegung von Leitstellen rückgängig gemacht wurde und man wieder kleinere, dezentrale Leitstellen eingerichtet hat? Entsprechende Erfahrungen aus anderen Bundesländern soll es ja angeblich geben. -- Ich erinnere mich nicht an entsprechende Berichterstattung.

Jörg Holzmann

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20.03.2019, 16:34



Gibt es denn tatsächlich Fälle, in denen die Zusammenlegung von Leitstellen rückgängig gemacht wurde und man wieder kleinere, dezentrale Leitstellen eingerichtet hat? Entsprechende Erfahrungen aus anderen Bundesländern soll es ja angeblich geben. -- Ich erinnere mich nicht an entsprechende Berichterstattung.


Ja. Der Rettungsdienstbereich Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar mit der gemeinsamen ILS Rhein-Neckar in Ladenburg wurde (formal) bzw. wird demnächst (faktisch) wieder aufgeteilt in die beiden Bereiche Mannheim und Heidelberg/Rhein-Neckar mit jeweils eigener ILS in Mannheim bzw. Ladenburg.
Wobei beide sicher schwerlich als „kleine dezentrale Leitstellen“ bezeichnet werden können.

Alrik

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20.03.2019, 17:22

Ich hab das nicht verfolgt, deshalb ist die Frage vielleicht blöd: Warum macht man das?
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Jörg Holzmann

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20.03.2019, 17:32

Ich hab das nicht verfolgt, deshalb ist die Frage vielleicht blöd: Warum macht man das?


Lange Geschichte, die teilweise hier nachzulesen ist: Mannheim: Gutachten belegt Defizite bei der Notfallmedizin / Konsequenzen noch umstritten

Auf den ersten Blick scheint das gegen den Trend zu sein, aber meiner Meing nach ist es unterm Strich der richtige Weg, auch wenn ich mir unter bestimmten Voraussetzung bessere Kompromisse hätte vorstellen können.
Aber so wie die strukturelle Lage ist (in Ba-Wü allgemein und in der Region speziell) und so wie die entsrechenden „Player“ agiert haben, ist das die logische Konsequenz.

thh

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20.03.2019, 17:34

Zitat

Ja. Der Rettungsdienstbereich Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar mit der gemeinsamen ILS Rhein-Neckar in Ladenburg wurde (formal) bzw. wird demnächst (faktisch) wieder aufgeteilt in die beiden Bereiche Mannheim und Heidelberg/Rhein-Neckar mit jeweils eigener ILS in Mannheim bzw. Ladenburg.


An den Fall hatte ich natürlich gedacht, aber er scheint mir nicht ganz in die Argumentationslinie der Publikation zu passen. Zum einen ist das keine generelle Dezentralisierung, sondern ein lokaler Einzelfall, und zum anderen meine ich mich zu erinnern, dass das Problem weniger die Größe des Leitstellenbereichs an sich war, sondern mehr die Tatsache, dass die Stadt Mannheim aufgrund der Zusammenlegung der Rettungsdienstbereiche keinen Einfluss auf die Tätigkeit von RD und Leitstelle hatte, oder?

Jörg Holzmann

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20.03.2019, 17:38

dass das Problem weniger die Größe des Leitstellenbereichs an sich war,


Schon auch. Zumal das ein strukturell sehr heterogener Beteich ist. Da mussten sehr unterschiedliche Interessen in einem sehr großen Beteichsausschuss unter einen Hut gebracht werden, wobei man sich regelmäßig gegenseitig blockiert hat.

sondern mehr die Tatsache, dass die Stadt Mannheim aufgrund der Zusammenlegung der Rettungsdienstbereiche keinen Einfluss auf die Tätigkeit von RD und Leitstelle hatte, oder?


In der Konsequenz war das so, ja.

Sebastian Kraatz

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20.03.2019, 23:19

Ich hab das nicht verfolgt, deshalb ist die Frage vielleicht blöd: Warum macht man das?


Es gibt Bereiche, da würde man sich das zumindest wünschen. Und Gründe gibt es für Zusammenlegung und Trennung sicherlich eine ganze Menge.

Jörg Stoy

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21.03.2019, 05:57

Irgendwie scheint es die Fortsetzung der Probleme von vor einem Jahr zu sein.
http://www.lvz.de/Region/Borna/Graichen-…-mehr-erfuellen

Viele Anrufe, viele Einsätze und der Bildschirm muss leer werden. Da wird alarmiert was der Rechner vorschlägt, egal ob es Sinn macht oder nicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jörg Stoy« (21.03.2019, 07:16)


Johannes D.

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21.03.2019, 07:18

Gibt es denn tatsächlich Fälle, in denen die Zusammenlegung von Leitstellen rückgängig gemacht wurde und man wieder kleinere, dezentrale Leitstellen eingerichtet hat? Entsprechende Erfahrungen aus anderen Bundesländern soll es ja angeblich geben. -- Ich erinnere mich nicht an entsprechende Berichterstattung.


Vor längerem ist die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Neumünster (SH) aus der zuständigen überregionalen Leitstelle, ich meine es war damals die Leitstelle Süd, wieder ausgetreten und seither erneut selbstständig.
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vor dem sich sogar die Bäume verneigen,
du bist der wahre Grund,
warum Kompassnadeln nach Norden zeigen!

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21.03.2019, 07:40

Irgendwie scheint es die Fortsetzung der Probleme von vor einem Jahr zu sein.
http://www.lvz.de/Region/Borna/Graichen-…-mehr-erfuellen

Viele Anrufe, viele Einsätze und der Bildschirm muss leer werden. Da wird alarmiert was der Rechner vorschlägt, egal ob es Sinn macht oder nicht.


Das wäre ja dann eher ein Bedarfsplan- und Personalmangelproblem, was ansich mit einer Regionalleitstelle (objektiv gesehen) wenig zu tun hat.

dens

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21.03.2019, 11:13

Das ist genau mein Eindruck: Da wird in dem Artikel über die IRLS geweint und das einzige Beispiel das gebracht wird ist eher eines aus dem Bereich Bedarfsplanung und ned Leitstelle...

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Sebastian Kraatz

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21.03.2019, 11:21

Aber nur weil es in der Presse nicht richtig dargestellt ist, heißt das noch lange nicht, dass es dort keine Probleme gibt. Wer schon einmal erlebt hat, was die Presse aus einem fachbezogenen Artikel zaubern kann, der weiß auch, dass das durchaus kritisch hinterfragt werden darf und soll.

dens

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21.03.2019, 11:23

Durchaus! Deshalb hab ich den Artikel ja auch hier gepostet um eventuell von den wirklichen Problemen oder eben nicht zu erfahren.
Irgendwer hat ja schon angedeutet dass da etwa eine Kultur der Schick-Stelle vorhanden sein könnte...

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DaniRA

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21.03.2019, 15:12

Hi!
ich wollte den wirren,eigentlich nichtssagenden Artikel nicht veröffentlichen ;-)
Irgendwie scheint es die Fortsetzung der Probleme von vor einem Jahr zu sein.
http://www.lvz.de/Region/Borna/Graichen-?-mehr-erfuellen

Viele Anrufe, viele Einsätze und der Bildschirm muss leer werden. Da wird alarmiert was der Rechner vorschlägt, egal ob es Sinn macht oder nicht.

Damit ist schon vieles gesagt.
An einigen Punkten werden die RD´ler auch Ihre NA vorschieben. Die angrenzenden RW an die Stadt Lpz. fahren/bzw. fuhren zu Beginn der Aufschaltung dann nahezu regelhaft in der Stadt. Das machte neben persönlichen Befindlichkeiten nun auch im eigentlichen Bereich Probleme mit Hilfsfristen. Die Landräte haben mehr oder weniger erfolgreich interveniert, die Folgealarmierung soll vermieden werden.
Die andern Probleme hat Harris gerade in dem anderen Thread genannt: schlechte Ausbildung der Disponenten, schlechte Software (oder schlecht genutzt) Demotivierte MA die dann einfach schicken, Arroganz, und völliges Versagen der Verantwortlichen.
Kleine Beispiele: ein Stadt NEF fahrt 20 min aufs Land in eine Kleinstadt,muss an der Ortsansässigen Wache vorbei und das NEF steht im Stall. Antwort des Disponenten:"Das hat der Rechner vorgeschlagen,da muss ich das machen"
Ein Stadt RTW fährt die Nacht durch, bekommt 7.20 Uhr (Feierabend 7 Uhr) einen Folgeeinsatz. Der Hinweis auf die zurückliegende Nacht wird ignoriert-das nächst geeignete RM fährt! (es war wie immer ein Einsatz der hätte warten können) Nach Recherche des Kollegen waren zwei RTW frei, die max 2 Minuten länger gebraucht hätten. Es gab eine Aussprache mit der Leitung Leitstelle, der Disponent hatte kein Interesse an einem Gespräch.Und es wurde gelogen was das sich die Balken biegen.
Die Stadt Leipzig stellte vor Jahren fest, es fehlen RTW-was für ein Wunder! Man beruhigte den Stadtrat indem man groß verkündete, ab XY.... gibt es 2 neue RTW der Feuerwehr und eine Ausweitung der bestehenden Fzg. (von 8 auf 12h Schicht) Konsequenz: Die Politik ist beruhigt, die RTW fahren natürlich noch nicht wegen Personalmangel.
Das bei der Technik, dem Personalmangel und der schlechten Schulung was schief geht, oder ohne Sinn und Verstand disponiert wird, macht dann Probleme, die den gemeinen Landretter mit 4 KTW Fahrten auf den Keks geht ist dann ja klar.
Mittlerweile bestätigt sich meine negative Einstellung zu Großleitstellen immer mehr. Auch in meiner, sind ja in sachsen nahezu die gleichen Vorraussetzungen und Probleme.
Grüße Dani
Wenn man tot ist, ist das für einen selbst nicht schlimm, weil man ja tot ist. Schlimm ist es aber für die anderen...
Genau so ist es übrigens wenn man doof ist...

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21.03.2019, 15:19

Zitat

Die angrenzenden RW an die Stadt Lpz. fahren/bzw. fuhren zu Beginn der Aufschaltung dann nahezu regelhaft in der Stadt. Das machte neben persönlichen Befindlichkeiten nun auch im eigentlichen Bereich Probleme mit Hilfsfristen.
Das mag schon sein, ist doch aber eigentlich sinnvoll. Die Bedarfsanpassung muss natürlich erfolgen, grundsätzlich ist es aber richtig, verfügbare Ressourcen zu nutzen, wenn diese sonst still stehen. Das brandenbuger NEF das ich früher besetzt habe, fuhr etwa 30x im Monat in Berlin Einsätze. Sicher kann man argumentieren, dass es ein weiteres Berliner NEF braucht, oder andere disposition (weniger disponieren...), wenn aber ein NEF gebraucht wird, macht es sinn jenes zu nutzen, das einsatzbereit in der Nähe steht. Auch wenn kein B auf dem Kennzeichen steht.
Under pressure, you don't rise to the occasion. You sink to your level of training.

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21.03.2019, 15:30

@DaniRA: Erstmal ganz grosses Danke für die Schilderung der konkreten Probleme.
Ich muss aber schon provokant fragen ob gewisse Probleme nicht an dem Punkt "Zusammenlegung zu grösseren Leitstellenbereichen" sondern eher an minderwertiger bzw unterfinanzierter technischer/personeller Ausstattung liegt, die eben aber genauso in kleineren Kreisleitstellen vorkommen kann.

Mal kurz zum Hintergrundwissen: IRLS Leipzig nutzt ebenfalls Frequentis als ELS?

Rettungshund

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21.03.2019, 15:58

Das mag schon sein, ist doch aber eigentlich sinnvoll. Die Bedarfsanpassung muss natürlich erfolgen, grundsätzlich ist es aber richtig, verfügbare Ressourcen zu nutzen, wenn diese sonst still stehen. Das brandenbuger NEF das ich früher besetzt habe, fuhr etwa 30x im Monat in Berlin Einsätze. Sicher kann man argumentieren, dass es ein weiteres Berliner NEF braucht, oder andere disposition (weniger disponieren...), wenn aber ein NEF gebraucht wird, macht es sinn jenes zu nutzen, das einsatzbereit in der Nähe steht. Auch wenn kein B auf dem Kennzeichen steht.


Stellt aber immer dann ein Problem dar, wenn dann der eiegntliche Ausrückebereiches des Land-RTW entblößt ist, weil er in der Großstadt festsitzt und bei einem Notfall in diesem Land-Bereich das nächste Fahrzeug entsprechend lang braucht.
Ist zum Zeitpunkt der Alarmierung kein RTW in der Stadt frei und ist der Land-RTW im Status 1, ist klar, dass dieser geschickt wird. Sind aber Stadt-RTW zum Zeitpunkt der Alarmierung frei und brauchen nur unwesentlich länger als der Land-RTW, sehe ich keinen Vorteil darin, diesen zu schicken. So ein bisschen um die Ecke denken darf beim Disponieren schon doch drin sein...

DaniRA

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21.03.2019, 16:01

Hi!
Das mag schon sein, ist doch aber eigentlich sinnvoll. Die Bedarfsanpassung muss natürlich erfolgen, grundsätzlich ist es aber richtig, verfügbare Ressourcen zu nutzen, wenn diese sonst still stehen.

Prinzipiell hast du natürlich recht, merke ich seit einigen Monaten gerade auch, da fahre ich mit dem NEF auch raus aufs Land..
Ich bin jetzt kein Politiker..Aber warum soll der Landkreis A mit einer Vorhalteerhöhung in seinem Bereich die Defizite der Stadt ausbaden und in seinem Bereich-ständig die Hilfsfrist überziehen?
Ich muss aber schon provokant fragen ob gewisse Probleme nicht an dem Punkt "Zusammenlegung zu grösseren Leitstellenbereichen" sondern eher an minderwertiger bzw unterfinanzierter technischer/personeller Ausstattung liegt, die eben aber genauso in kleineren Kreisleitstellen vorkommen kann.

Mal kurz zum Hintergrundwissen: IRLS Leipzig nutzt ebenfalls Frequentis als ELS?

In kleineren LST hatte ich bisher bei Rückfragen eine deutlich höhere Chance jemand am Funk oder Tel zu haben, der auch Bescheid wusste was läuft und konnte mir helfen. Nun hab ich, wenn ich überhaupt jemand ans Ohr bekomme, prinzipiell jemand dran, der nix weiss und der Anrufannehmer auch nichts in Info-Feld geschrieben hat.
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Grüße Dani
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