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condorp4

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1

13.04.2019, 13:16

Die Zervikalstütze - obsolet?

Wird eine der interessante Lektüre werden, wenn die dänische Leitlinie auch auf Englisch erscheint:

https://www.thieme-connect.de/media/nota…yAfDTBEkJ3pv-ZI
"We are the Pilgrims, master; we shall go
Always a little further: it may be
Beyond that last blue mountain barred with snow,
Across that angry or that glimmering sea,

White on a throne or guarded in a cave
There lives a prophet who can understand
Why men were born: but surely we are brave,
Who take the Golden Road to Samarkand."

James Elroy Flecker

bodo#3

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2

13.04.2019, 13:39

Die niederländischen Kolleginnen und Kollegen nutzen seit Jahren keine Zervikalstützen mehr. Gestern habe ich bei einem Hochrasanztrauma PKW bs. LKW wieder mit einem niederländischen RTW-Team zusammengearbeitet. Transportziel war ebenfalls ein niederländisches Krankenhaus. Die Mentalitätsunterschiede sind spannend zu beobachten. Hätte der Unfall in D stattgefunden, wäre der Patient auf jeden Fall mt einer Zervikalstütze versorgt worden, vermutlich mit als allererste Maßnahme, allerspätestens vor dem Transport, um den „Anschiss“ im Schockraum zu umgehen. In meinem Fall hat der Patient im Endeffekt auch eine Zervikalstütze angelegt bekommen, allerdings als Plan B., da die Fixierung mittels Headblocks nicht gehalten hat und wir stattdessen einen Ambu Head-Wedge auf das Spineboard geklebt haben.

VK-Retter

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14.04.2019, 13:44

Ich benutze eigentlich auch schon länger keine mehr. Im RD kein Problem. Im Schockraum gibt es von den Chirurgen manchmal noch komische Fragen, aber da ich darauf fundiert antworten kann...
Interessanterweise wird in dem ein oder anderen Schockraum dann aber nachträglich noch eine Cervicalstütze angebracht...

olleHoop

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14.04.2019, 15:40

Wir haben neulich eine Patientin mit ICB bei Z.n. Straßensturz vor 2 Tagen in ein Haus der Maximalversorgung verlegt.
Da kein CT-HWS mitgegeben wurde entschied man sich im aufnehmenden Schockraum zur sofortigen Anlage eines Stifnecks, fast 48 Stunden nach Ereignis.

Ich glaube wir haben noch einen langen langen Weg vor uns, bis die HWS-Immobilisation aus den Köpfen verschwindet

VK-Retter

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5

14.04.2019, 16:02

Naja, es wird im Schockraum/klinischen Setting immer auch Indikationen für eine spezielle (isolierte) Bewegungseinschränkung der HWS geben.
In der Präklinik machen wir ganz oder gar nicht, was ja auch sinnvoll ist. Nach radiologischer Bildgebung kann das dann aber auch anders aussehen.
Das kann dann auch ganz akut mal das alseits beliebte Stifneck sein, wir dann im Verlauf aber eher von spezielleren Halskrausen abgelöst werden.
Heißt nicht, dass das in dem von dir genannten Fall sinvoll oder indiziert war (kann ich nicht beurteilen), aber esen,d ass es mehr gibt, als man in der Präklinik so auf den ersten Blick sieht.

Matthias Wenzel

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6

14.04.2019, 19:03

Wir haben neulich eine Patientin mit ICB bei Z.n. Straßensturz vor 2 Tagen in ein Haus der Maximalversorgung verlegt.
Da kein CT-HWS mitgegeben wurde entschied man sich im aufnehmenden Schockraum zur sofortigen Anlage eines Stifnecks, fast 48 Stunden nach Ereignis.

Ich glaube wir haben noch einen langen langen Weg vor uns, bis die HWS-Immobilisation aus den Köpfen verschwindet



Ich toppe bei uns auf 72h nach Ereignis, NackenSZ, C1 Fx im Rx gesehen...
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OA Ortho war auch easy „wenn es so lange hält, was passiert dann noch?“
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Henry Ford 1863 - 1947

M1k3

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7

14.04.2019, 21:45

Ich habe März 2014 und April 2016 die DGU um Stellungnahme gebeten.

Die Therapieempfehlungen für „subaxiale HWS Verletzungen“ werden von der Sektion Wirbelsäule derzeit überarbeitet. Eine Fertigstellung ist für ca. 2018 geplant. „


Ich bleibe gespannt.
Under pressure, you don't rise to the occasion. You sink to your level of training.

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bodo#3 (14.04.2019), Blasco (15.04.2019), Blutverlust (15.04.2019), raphael-wiesbaden (15.04.2019)